Beim 2. Deutsch- Schwedischen Musikabend lag Musik in der Luft

Beim
2. Deutsch- Schwedischen Musikabend lag Musik in der Luft

Dilsberger Trachtenkapelle und Motala Blasorkester boten buntes Programm

27. Juli 2007

Wenn sich befreundete Kapellen treffen, dann liegt Musik in der Luft. So auch beim 2. Deutsch-Schwedischen Musikabend in der Graf-von-Lauffen-Halle, wo der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg und …
… das Motala Blasorkester eine Kostprobe ihres Könnens erklingen ließen und für beste Unterhaltung sorgten.

Der Vorsitzende des Musikvereins Reinhard Greulich begrüßte besonders die schwedischen Gäste, die am Vortag eingetroffen waren, um mit ihren Dilsberger Musikantenfreunden vier abwechslungsreiche Tage zu verbringen.

Gleich zu Beginn gab es eine vielversprechende Premiere, mit dem ersten öffentlichen Auftritt der Jugendkapelle des Musikvereins. Unter der Leitung von Caroline Lichtenberger und lediglich durch drei erfahrene Musiker verstärkt, überzeugten die Nachwuchsmusiker mit ihren schwungvollen Beiträgen.

Die junge Dirigentin spielt bereits seit „Ewigkeiten“ mit dem Gedanken einer Jugendband, der sich jetzt mit den vielen Jungmusikern realisieren ließ. Das erforderliche „know how“ eignete sie sich bei Workshops der Musikhochschule an.

Den ersten Teil des Konzerts übernahmen die gastgebenden Dilsberger Musiker, die in lockerer ungezwungener Stimmung einen unterhaltsamen Querschnitt aus ihrem facettenreichen Programm präsentierten. Vom traditionellen Marsch über moderne Musik bis hin zum Musical, die Trachtenkapelle überzeugte einmal mehr mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire.

Viel Applaus erhielten die beiden Solisten Anna Nußko und Karim Choukair für ihre emotionalen Lieder aus „Les Miserables“ und verstärkt durch Simone Greulich beim Song „Can´t help falling in Love“. Diese gelungene Kombination zwischen Blasmusik und Gesang trägt die Handschrift von Dirigent Walter Nußko, der solche Herausforderungen durch sensibles Arrangieren löst.

Die Freundschaft zum Motala Blasorkester entwickelte sich über deren Dirigenten Claes Tilly. Als Stipendiat des Rhein-Neckar-Kreisesverbrachte er vor einigen Jahren, sechs Wochen im Dilsberger Kommandantenhaus und fragte bei der wöchentlichen Musikprobe der Dilsberger nach, ob er auf seiner Trompete mitspielen dürfe. Das tat er so bravourös, dass der Kontakt nicht Abbrach und sich die beiden Kapellen seither in unregelmäßigen Abständen gegenseitig besuchen. So war der Musikverein 2004 in Motala zu Gast, einer mittelgroßen Gemeinde mit ca. 30.000 Einwohnern, die fast in der Mitte zwischen den beiden größten schwedischen Städten Stockholm und Göteborg, am Ostufer des Vättern dem zweitgrößten See Schwedens liegt.

Mit ihrem konzertanten nordischen Stil begeisterten die schwedischen Musiker auch auf dem Dilsberg. Neben bekannten Stücken wie „Berliner Luft“ oder einem „ABBA-Medley“ unterhielten sie mit schwedischen Märschen. Dirigent Tilly gelang mit seiner Kapelle, was dem gleichnamigen Feldherrn versagt blieb, die Eroberung der Dilsberger (Musikerherzen). Die musikalische Verständigung beim „2. Tyska-Svenska Musikafton“ klappte perfekt und sprachliche Barrieren wurden mittels ungezwungener Konversationen in englischer und teilweise deutscher Sprache gemeistert.

Diesen Rahmen nutzte der Musikverein um zwei Ehrungen durchzuführen. Vorstand Greulich ernannte Werner Erles, seit mehr als 50 Jahren aktiver Musiker und 2. Vorsitzender des Vereins sowie Ottfried Mann, als langjähriges passives Mitglied ebenfalls in der Vorstandschaft tätig, in Anerkennung ihrer Dienste für den Verein zu neuen Ehrenmitgliedern.

Die Bewirtung übernahm dieses Mal ein engagiertes Helferteam von Freunden und Eltern der jugendlichen Musiker, denen die Arbeit mit Freude von der Hand ging. Die Gäste in der Graf-von-Lauffen-Halle konnten bei dieser Veranstaltung gleich zwischen zwei Speisekarten wählen: Kryddafläskstek med potatissallad och bröd, Sallad-Tallrik, Frallor med sill eller ost oder alternativ Kräuterkammbraten, Kartoffelsalat und Brot, Salatteller, Fisch- oder Käsebrötchen. Köstlich gemundet haben alle Gerichte!

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