Musikverein lud seine Mitglieder zum Erinnerungsabend ein

Musikverein lud seine Mitglieder zum Erinnerungsabend ein

Angelehnt an den „Böhmischen Abend“ vor 2 Jahren hatte der Musikverein Trachtenkapelle 1923 Dilsberg e.V. seine fördernden Mitglieder am Samstag, 19.11.2011 zu einem Musikabend unter dem Motto „Memories“ in die Tuchbleichenhalle eingeladen.

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Der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich begrüßte die Gäste und wies darauf hin, dass, um diesen Abend zu verwirklichen, musikalisch „nur“ auf die letzen 40-50 Jahre zurückgegriffen wurde, da dieser Zeitraum von den Musikern vollständig bzw. teilweise miterlebt und mitgestaltet wurde. Der geschichtliche Werdegang des Vereins vom Gründungsjahr 1923 an, konnte allerdings durch diverse Niederschriften größtenteils nachvollzogen werden.

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Von daher wurde musikalisch begonnen im Jahr 1956. Unter Dirigent Wenzel Jilka wird, nach einem Stillstand des Vereinslebens durch den 2. Weltkrieg und einer Fast-Auflösung im Jahr 1953, eine neue Vereinsbasis geschaffen. Das bis dahin vorhandene Notenmaterial wurde durch handschriftliche Kompositionen sowie durch gebundene Notenbücher erweitert. Aus einem noch heute vorhandenen Marschheft, die „Marsch-Revue“, spielte die Kapelle einen der wohl bekanntesten Märsche. Wien bleibt Wien

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Weiter ging es ab dem Jahr 1966. Damals übernahm Dirigent Klaus Ullrich den Taktstock. Als einheitliche Kleidung diente eine gesprenkelte, etwas bordeauxfarbene Jacke

Schon 1969 wurde dann Peter Schwan als Dirigent verpflichtet. Erstmalig wurde eine Tracht angeschafft, was dann zwangsläufig zu der Namensergänzung „Trachtenkapelle“ führte.

Als Peter Schwan die Kapelle übernahm fand er eine sehr kleine Kapelle vor. Diesem Problem begegnete er mit seiner Zugriffsmöglichkeit auf Musiker der 33. US Army Band. Ein Beispiel hierfür ist das Ehrenmitlgied Fred Mc Call.

Von daher blieb es auch nicht aus, dass der Notenbestand durch amerikanische Musikstücke erweitert wurde. Allerdings öffnete man sich auch zunehmend der Böhmischen Volksmusik.

Als Beispiel hierfür wurde der Walzer Kleine Anuschka vorgetragen.

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Durch den Tod von Peter Schwan kam 1974 Paul Horst Ullrich als Dirigenten-Nachfolger. In dieser Phase erfuhr die Kapelle einen erneuten Aufschwung. Erstmals gab es auch Musikerinnen in der Kapelle. Die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl an Musikern forcierte er durch gut organisierte Werbung  und Ausbildung.

Bei dem  Stück Das Echo vom Königsee konnten sich damals die jugendlichen Trompeter profilieren. Vorgetragen heute von Ralph Ziegler und Volker Ohlhauser.

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Ebenfalls nahm er aktuelle Schlager in das Programm auf wie z.B. Die Fischer von San Juan

oder Der Schornsteinfeger aus Eger gesungen, wie damals, von Annette Maurer und Andreas Bellem.

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Aber auch aktuelle Kompositionen der böhmischen Volksmusik ließ er nicht außen vor. Als Beispiel hierfür wurde das Stück Im Rosengarten von Sanssouci gespielt.

Kurz bevor er den Dirigentenstab übernahm, wurde die erste Lautsprecher- und Verstärkeranlage beschafft. Von dieser Zeit an bot sich die Gelegenheit den Gesang mit der Musik zu kombinieren. Michael Roth war einer der Ersten, der das Mikrophon in die Hand nahm und die Zuhörer verzauberte, wie auch an diesem Abend mit seinem Paradestück Rosamunde natürlich gesungen in Ungarischer Sprache.

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Ebenfalls brachte man unter Paul-Horst Ullrich eine ganz neue musikalische Stilrichtung zu Gehör, wie z.B. den Dixie-Sound. Mit dem Stück Mixed Pickles zeigten die Musiker, dass Sie auch diese Musikrichtung mit Bravour meistern.

Nach 18 Jahren übernahm 1992 Gerhard Tröster für 2 Jahre den Dirigentenposten. Das Paradestück während seiner Amtszeit ist La Pastorella. Dass damals eine ständige Darbietung gefordert war, lag nicht nur daran, dass es eine ins Ohr und Herz gehende Melodie war, sondern auch daran, dass unsere Musikerinnen Nora Endrich und Dorothea Jacobs dem Publikum ein kleines Kunststück präsentierten. Sie spielten mit einer Hand die Klarinette der anderen. Auch an diesem Abend ließen sich die beiden das nicht nehmen und brachten die Gäste zum Staunen.

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Bereits 1994 ging das Amt für 4 Jahre über an Dieter Disegna.

1998 dann konnte Walter Nußko als Dirigent gewonnen werden. Von diesem Zeitpunkt an begann ein völlig neues Zeitalter. Ihm ist es gelungen, auf der von seinen Vorgängern bereiteten Basis, die älteren und jüngeren Generationen der Kapelle zu verbinden und für gemeinsame Ziele zu motivieren. Mit dem Stück Die Supermänner, vorgetragen von Marius Maurer und Hans-Walter Ziegler, wurde das Zusammenwirken der unterschiedlichen Generationen verkörpert.

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Er sieht seine Aufgabe darin, traditionelle Musik, wie Ich hab`die Sterne gefragt von Ernst Mosch, zu bewahren und gleichzeitig für neue Wege offen sein.

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Im Hintergrund wurden während des Abends Bilder aus vergangenen Tagen gezeigt, auf denen u.a. auch bereits verstorbene, ehemalige Funktionsträger zu sehen sind.

Die heutige Leistungsfähigkeit der Kapelle und der immerwährende, solide Fortbestand des Vereins ist auf das uneigennützige, ehrenamtliche Wirken vieler zurückzuführen.

Mit dem Lied Böhmischer Wind bedankte sich die Kapelle bei allen bereits Verstorbenen.

Mit dem Badnerlied und der Polka Bis bald auf Wiedersehn ging dann ein wundervoller Abend musikalisch zu Ende.

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Natürlich mussten die Gäste dann noch nicht nach Hause gehen. Es wurde weitergefeiert und erzählt und in Erinnerungen geschwelgt bis tief in die Nacht.

Text: Simone Greulich
Bilder: Ursula Nußko, Sandra Ziegler




Musikverein besuchte die Blaskapelle Kipfenberg im Altmühltal

Am Freitagnachtmittag starteten wir zu einem 2 tägigen Besuch bei der Blaskapelle Kipfenberg. Kipfenberg ist eine Marktgemeinde zwischen Kinding und Denkendorf im Altmühltal.

Die Blaskapelle Kipfenberg war im letzten Jahr bei uns auf dem Dilsberg zu einem Musikabend zu Gast.

Der Kontakt entstand durch Thomas Brömser, der seine musikalischen Anfänge bei unserem Musikverein hatte.

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Nach der Einquartierung fuhren wir ins 6 km entfernte Gungolding zum Abendessen im Gasthof „Alter Wirt“

Wieder zurück in Kipfenberg stand der Abend zur freien Verfügung, der größte Teil der Gruppe traf sich jedoch zu einem feuchtfröhlichen Abend mit viel Gesang.

Am Samstagvormittag brachen wir Richtung Kelheim auf. Die jüngeren und junggebliebenen Musiker setzten wir im Waldhochseilgarten in Beilngries ab. Eine Gruppe von 19 Musikern verbrachte den Vormittag beim Klettern und im Seilbahn-Parcours.

Die restlichen Reiseteilnehmer trennten sich, in Kelheim angekommen, in zwei Gruppen.

Die eine Gruppe fuhr in Begleitung des 1. Vorstands Reinhard Greulich mit dem Fahrgastschiff durch den Donaudurchbruch, direkt zum Kloster Weltenburg.

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Gruppe zwei wanderte mit der 2. Vorsitzenden Annette Maurer zur Befreiungshalle, von der man einen sagenhaften Ausblick auf Kelheim hat.

Nach einer einstündigen Wanderung erreichten wir fast Kloster Weltenburg. Zwischen uns lag noch die Donau, die wir in einer Zille (Fähre) überquerten.

Nachdem wir uns die Klosterkirche gemeinsam angeschaut  und zusammen zu Mittag gegessen hatten, ging die Fahrt zurück nach Beilngries, wo wir unsere Hochseilartisten wieder an Bord nahmen.

Wieder zurück in Kipfenberg konnte jeder die Zeit für eine Pause bzw. für die Vorbereitung des Abends nutzen.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Musik.

Wir trafen uns im Kulturzentrum Krone (einer ehemaligen Brauerei) zu einem gemeinsamen Musikertreffen.

Die Trachtenkapelle Dilsberg eröffnete den Musikabend. Walter Nußko zog mit seinen Musikern wieder alle Register der Volksmusik und die Gäste konnten im vollbesetzten Saal wie immer hervorragende Blasmusik hören.

Neben Titeln wie „Arrival“, „Alte Kameraden“ etc., kam auch die gesangliche Präsentation nicht zu kurz.

Zu bewundern war einmal mehr die gesangliche Leistung von Anna Nußko mit „One Moment in Time“ und „The Power of Love“.

Als einen weiteren Höhepunkt präsentierten sich die Nußko-Zwillinge mit dem Lied „Ich reich dir meine Hand“.

Zum Dank für die Einladung und die gelungene Organisation dankte der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich, dem Kipfenberger Vorsitzenden Joe Thoma mit einem Präsent.

Er überreichte einen in Handarbeit geschnitzten Wegweiser, in den die Silhouette des Dilsbergs in hervorragender Weise hineingeschnitzt war. Angefertigt wurde der Wegweiser von unserem Ehrenmitglied Rolf Ackermann.

Gleichzeitig überreichte er ein Bild, mit zwei Fotos des Dilsbergs und einem Gedicht, das der Ehrenkapellmeister Julius Beck, beim Dilsbergbesuch, ins Goldene Buch geschrieben hatte.

Das eine Foto war von Roland Rupp fotographiert und das zweite von Jürgen Maurer. Für die zur Verfügung gestellten Bilder möchten wir uns bei den Beiden hiermit recht herzlich bedanken.

Auch unser Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, der als Mitglied des Musikvereins dabei war, überbrachte die Grüße des Dilsbergs und überreichte dem 1. Vorsitzenden eine neue Dilsberger Fahne.

Der Abend wurde mitgestaltet von der Volksgesangsgruppe Kipfenberg, die zwischendurch mit ihrem Liedgut im bayerischen Dialekt erfreute.

Der Ehrenkapellmeister ließ es sich nicht nehmen, Verse aus seinem selbstverfassten Buch „Lustige Gschichtn in Gedichtn“ zum Besten zu geben. Mit seinen lustigen und unterhaltsamen Gedichten wurden unsere Lachmuskeln stark strapaziert.

Anschließend spielte die Blaskapelle Kipfenberg zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Sie spielten in einer kleineren Besetzung, was die Leistung aber keineswegs beeinträchtigte.

Wir feierten gemeinsam weiter und wer die Dilsberger Musiker kennt, weiß, dass wir ohne Gesang und das „Wolga-Lied“ den Abend nicht beenden konnten.

Sonntagsmorgens ging es zur Kipfenberger Trachtenhütte zum „Weißwurstfrühstück“.

Die Kipfenberger Musiker ließen es sich nicht nehmen für uns zum Frühschoppen aufzuspielen.

Schweren Herzens traten wir am Nachmittag, nicht ohne das Versprechen eines Gegenbesuchs, die Heimreise an.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei der Blaskapelle Kipfenberg, ihrem Vorsitzenden Joe Thoma und unserem Reinhard Greulich für die tolle Vorbereitung und Organisation des Ausflugs.

Bilder: U. Nußko, M. Feil, A. Maurer

Text: A. Maurer




Musikverein begrüßt mit urigem Grillfest den Mai

Musikverein begrüßt mit urigem Grillfest den Mai
Wanderer genossen unterhaltsame Rast auf dem Dilsberg
1. Mai 2011

Am 1. Mai zieht es die Wanderer traditionell hinaus in die blühende Natur. Unterwegs in der Region bieten örtliche Feste eine willkommene Gelegenheit für eine gemütliche Rast und dazu gehört auch das jährliche Grillfest des Musikvereins auf dem Dilsberg.

Einheimische wie Besucher von außerhalb steuerten die Tuchbleiche als Ziel an und genossen die urige Atmosphäre auf dem Grün umrahmten Platz. Befreundete Kapellen übernahmen die musikalische Unterhaltung und die einheimischen Musiker kümmerten sich um das leibliche Wohl ihrer Gäste.

Vorsitzender Reinhard Greulich hieß die Musikerkollegen aus Eschelbronn, Wiesenbach und Sinsheim-Dühren herzlich willkommen und dankte für ihr stimmungsvolles Platzkonzert.

Mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire an Blasmusik im modernen Bigband-Sound begeisterten sie die Besucher, die gerne Platz nahmen und bekannten Melodien, wie „Sentimental Journey“, „Du schwarzer Zigeuner“ oder dem traditionellen „Badnerlied“ lauschten.

Es herrschte ein reges Kommen und Gehen, aus allen Himmelsrichtungen trafen Wandergruppen ein und freuten sich nach dem Anstieg über eine gemütliche Verschnaufpause.

Der gastgebende Musikverein war auf den Andrang gut vorbereitet und zahlreiche Helfer erfüllten mit einer abwechslungsreichen Speisekarte und erfrischenden Getränken die Wünsche der Gäste.

Am Nachmittag rundete ein leckeres Kuchenbüfett das Angebot mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und raffinierten Torten ab. Auf guten Service legt der Musikverein wert und sammelte gebrauchtes Geschirr mit charmantem Lächeln ein.

Der angrenzende Spielplatz lockte die kleinen Besucher, die hier nach Herzenslust ihrem Bewegungsdrang nachkamen. Beim Musikverein fanden alle Generationen ein geeignetes Plätzchen und verbrachten gemeinsam einen unbeschwerten Aufenthalt im Freien.

Das Grillfest ist eine Veranstaltung bei der die gesamte Familie auf ihre Kosten kommt. Für eventuelle „Brandfälle“ stand die Nachwuchsfeuerwehr gleich in voller Montur bereit. Die Sonne sorgte auch bei den Vierbeinern für einen zünftigen Durst, der problemlos gelöscht werden konnte.

Bereits am frühen Morgen erklang über den Dächern im Ortsteil Dilsbergerhof „Der Mai ist ge- kommen“. Eine liebgewonnene Tradition die Kurt Heger trotz ver- letzter Schulter wieder einmal zur Trompete greifen ließ und zusammen mit Wolfgang Maurer die Bewohner erfreute. Eine gelungene Kooperation der beiden Musiker von Musikverein und Musikzug, den beiden örtlichen Musikvereinen, die zeigt: man kann miteinander.

 

Text: boe
Bilder: bz




Frühlingskonzert der Trachtenkapelle Dilsberg

Frühlingskonzert der Trachtenkapelle Dilsberg
Faszinierender Streifzug durch die unendliche Geschichte der Musik
02. April 2011

Der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg stellte sein Frühlingskonzert unter das Motto „Die unendliche Geschichte der Musik“, nach einer Idee von Anna Nußko die auch Regie führte. „Dem bekannten Film nachempfunden, beschäftigen wir uns mit der musikalischen Literatur.“, versprach Vorsitzender Reinhard Greulich und hieß die Gäste in der voll besetzten Graf von Lauffen-Halle herzlich willkommen.

Ein Mädchen (Marlene Endrich) spielt auf der Flöte ein Schlaflied, doch bevor sie ins Bett geht entdeckt sie ein zauberhaftes Buch das mit ihr spricht und sie zu einer Reise durch die Welt der Musik einlädt. Gespannt lauschte sie mit dem Publikum der Stimme aus dem Off (Bettina Kutzner-Schwetje), die mit kurzen Geschichten über die jeweiligen Stücke informierte.

So begann ein Konzert, bei dem Dirigent Walter Nußko tiefer als sonst in die Kiste griff und für seine Musiker unbekannte, schwierige Stücke auswählte. Ein anspruchsvolles Programm, das vom „King of the Pop“ über Walzer, Polka, Marsch bis hin zu bekannten Musicals reichte, mit dem die Trachtenkapelle überzeugend ihre Vielfältigkeit bewies.

Mit „You raise me up“, einem Lied das basierend auf einer irischen Melodie Hoffnung spendet, weckte Sänger Karim Choukair große Gefühle und aus dem Musical „Man of La Mancha“ sang er überzeugend „The impossible dream“. Walter Nußko stellte das musikalische Programm zusammen, zu dem Tochter Anna verbindende Geschichten erarbeitete.

So wie bei dem bekannten Lied der Geschwister Hoffmann „Ich reich dir meine Hand“, welches die Geschwister Anna und Lisa Nußko sehr gefühlvoll interpretierten und die Konzertbesucher begeisterte.

Anschließend holte der Musikverein mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ temperamentvolle Pusztaromantik auf den Dilsberg.

Der „Bolero“ von Maurice Ravel bringt die einen zur Verzweiflung und verzaubert die anderen. Im Wesen besteht er aus einer permanent wiederholenden Melodie, bei der es über 17 Minuten gilt den Rhythmus zu halten, der sich von pianissimo kontinuierlich auf forte fortissimo steigert. Nach dieser starken Nummer dürfte den Musikern ein Stein vom Herzen gefallen sein, denn sie meisterten ihr Angststück bravourös.

Der Marsch „Ohne Grenzen“ verlangt musikalische Höchstleistung und die Kapelle bewies, dass auch ihr keine Grenzen gesetzt sind. So eine Leistung erfordert jedoch intensive Probenarbeit, bekannte Walter Nußko: „Da muss jeder Musiker präsent sein, denn das sind keine Stücke die man einfach vom Blatt abspielt, hier ist viel Absprache notwendig.“

Zum Abschluss wartete mit „Highlights from Wicked“ ein weiterer Höhepunkt, die Hexen von Oz verzauberten das Publikum. Die schöne Glinda (Lisa Nußko) und die grüne Außenseiterin Elphaba (Anna Nußko) erzählten und sangen von den unterschiedlichen Hexen, die sich anfangs hassen und am Ende Freundinnen werden.

Eine kleine Geschichte in sich, von den musikalischen Geschwistern toll in Szene gesetzt, mit einer bestechenden grünen Hexe. Die Zugabe brachte den Applaus auf einen Nenner: „Tank you for the Music“.

Eine besondere Ehrung erfuhr Heinz Carlin für 40 Jahre Blasmusik. Verbandsdirigent Dennis Nussbeutel überreichte dem Vollblutmusiker die Urkunde. Im Hinblick auf die gute Jugendarbeit des Vereins stellte er erfreut fest, „Schön, wenn ein Verein mit so viel Jugend da steht.“

Vorsitzender Greulich dankte allen Beteiligten, insbesondere Walter Nußko für die musikalische Gesamtleitung und überreichte den Damen kleine Blumengrüße. Schon Aristoteles erkannte: „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen.“, und das ist dem Musikverein an diesem Abend in besonderer Weise gelungen. Auf den Brettern die die Welt bedeuten genoss der kleine Choukair gemeinsam mit seinem Vater den Abschlussapplaus.

Nach einer kurzen Umbauphase nahmen die Musiker der Trachtenkapelle Mückenloch auf der Bühne Platz. Unter der Leitung von Karlheinz Dorner rundeten die Musiker mit schwungvollem Bigband-Sound einen unterhaltsamen Abend gekonnt ab.

Verstärkt wurde in diesem Jahr mit Licht- und Toneffekten gearbeitet. Nico van der Wyk und Arne Briesnitz rückten die Akteure ins rechte Licht und steuerten die Tontechnik. Die Sportschützen und der Musikverein helfen sich stets gegenseitig bei ihren Veranstaltungen und so übernahm Erwin Lanzer mit seinem eingespielten Team die Bewirtung und kümmerte sich um das leibliche Wohl der Besucher.

Text: Beate Oemler
Bilder: Burkhard Zantopp




Willkommen

Trachtenkapelle Dilsberg

Herzlich willkommen auf der Homepage der Trachtenkapelle Dilsberg

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Musikverein ehrte und verabschiedete langjährige Vorstandsmitglieder

Der Ehrenvorsitzende des Blasmusikverbands Georg Werkmann ehrte langjährige aktive Musiker. (v.l. Vorstitzender Reinhard Greulich, Werner Erles, Günter Ohlhauser, Simone Greulich, Heinz Carlin, Anna Nußko, Walter Nußko, Georg Werkmann)

Vorsitzender Reinhard Greulich (Mitte) dankte den langjährigen Vorstandsmitgliedern Werner Erles (links) und Ludwig Greulich (rechts) sowie ihren Frauen mit einem Präsent.

Musikverein ehrte und verabschiedete langjährige Vorstandsmitglieder
29. Januar 2011

Auf der Jahreshauptversammlung der Trachtenkapelle in der Tuchbleichenhalle begrüßte der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich neben den Mitgliedern und Ehrenmitgliedern insbesondere den Ehrenvorsitzenden Werner Roth, Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann sowie den Ehrenvor- sitzenden des Blasmusikverbands Rhein-Neckar Georg Werkmann. Die Totenehrung für die verstorbenen Mitglieder wurde von der Kapelle musikalisch umrahmt.

Der Vorsitzende blickte auf ein ereignisreiches Jahre zurück indem sicher der Besuch der Freunde aus Los Angeles ein besonderer Höhepunkt war. Der Musikverein ist über das ganze Jahr sehr aktiv und repräsentiert auf musikalische Weise sein Können, was aus dem Bericht der Schriftführerin, zu vernehmen war. Einen einwandfreien Kassenbericht legte der Hauptkassier vor.

Der langjährige 2. Vorsitzende Werner Erles schied auf eigenen Wunsch aus der Vorstandschaft aus und wurde für seine Verdienste von Georg Werkmann mit der Fördermedaille in Gold ausgezeichnet. Hauptkassier Ludwig Greulich stellte sein Amt ebenfalls für Jüngere zur Verfügung und wurde für sein Engagement von Reinhard Greulich zum Ehrenmitglied ernannt. Als Dankeschön des Musikvereins bekamen beide ein Präsent vom 1. Vorsitzenden überreicht.

 

Als 2. Vorsitzende wurde Annette Maurer, als Hauptkassiererin Petra Ohlhauser und als Schriftführerin Simone Greulich jeweils einstimmig von der Versammlung gewählt. Die Ämter der Jugendleiter und Beisitzer blieben in der bisherigen Besetzung.
Der Ehrenvorsitzende des Blasmusikverbands Georg Werkmann ehrte im Anschluss Anna Nußko und Simone Greulich für jeweils 10-jährige, Günter Ohlhauser für 30-jährige und Heinz Carlin für 40-jährige aktive Mitgliedschaft im Blasmusikverband. Eine besondere Ehrung erfuhr Walter Nußko dem für 30-jährige Dirigententätigkeit die goldene Dirigentennadel mit Diamant überreicht wurde.

Die Jahreshauptversammlung wurde von der Kapelle auf musikalische Weise beendet.

Text: Annette Maurer
Bilder: Ursula Nußko




Leise rieselte der Schnee und bescherte weiße Weihnachten

Leise rieselte der Schnee und bescherte weiße Weihnachten
Traditionell stimmte die Trachtenkapelle auf Heiligabend ein
24. Dezember 2010

Trotz vieler Termine freuen sich die Musiker des Musikvereins Trachtenkapelle Dilsberg alle Jahre wieder auf diesen Einsatz ganz besonders. Traditionell ziehen sie an Heiligabend durch die Gemeinde und stimmen mit bekannten Weisen auf Weihnachten ein. Egal ob Kälte, Regen oder Schnee voller Vorfreude werden sie an den bekannten Stationen erwartet.

Warm eingepackt versammelten sich die Bewohner und genossen die idyllische Schneelandschaft. Nach all dem Stress der letzten Tage – jetzt kehrte Ruhe ein. Groß und Klein lauschten der Musik, einige sangen mit. Weihnachten, das Fest der Liebe, könnte es schöner beginnen?

Leise aber stetig rieselte der Schnee als die Musiker durch die weiße Pracht in der Bergfeste zum Dorfplatz stampften. Ein großer Regenschirm schützte die Tuba vor den herab fallenden Schneeflocken, die Noten wurden hinter einer Klarsichtfolie in Sicherheit gebracht und selbst die Mechanik der Instrumente hielt den winterlichen Temperaturen stand.

Viele Zuhörer erwarteten bereits die Musiker mit ihren leuchtend roten Weihnachtsmützen und als die ersten Töne erklangen, öffneten sich immer mehr Türen und Kinder wie Erwachsene traten heraus. Erfreut verfolgten sie die weihnachtlichen Weisen und genossen die besondere Stimmung bei „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Dem Wunsch von Dirigent Walter Nußko und seinen Musikern auf „Frohe Weihnachten“ schlossen sich die Bewohner an und umarmten sich voller Herzlichkeit. Eine lieb gewonnene Tradition mit der man das Weihnachtsfest zusammen mit Nachbarn und Freunden beginnt.

Zu Fuß marschierte die Trachtenkapelle weiter zur nächsten Station dem Rudolf-Maurer-Platz und verkündete auch hier „Fröhliche Weihnacht überall!“ Die Bewohner wissen es zu schätzen, dass sich die Musiker an Heiligabend extra die Zeit nehmen, um vor der Bescherung mit der eigenen Familie noch andere Menschen zu erfreuen.

Diese Freude spürte man bei allen Teilnehmern und Dirigent Nußko bekannte: „Diese Tradition wird auf dem Dilsberg angenommen und dann macht das Spielen Spaß!“ Tapfer kämpften sie sich durch den Schnee zur nächsten Station und überall wo sie eintrafen schwärmten die Menschen von der märchenhaften Winterkulisse.

Im Neuhof traf man sich auf dem Anwesen der Familie Christ, deren Hof einen optimalen Aufenthalt ermöglichte. Auch wenn sich hier nur wenige Bewohner im Freien versammelten, wer dabei war spürte die besondere Stimmung und nahm sie mit unter den heimischen Lichter- baum. Zum Schutz vor der Kälte spendierten die Hausherren wärmende Getränke.

Anschließend führte der Weg zum Parkplatz der Laufen-Halle an die Kreuzung Fritz-von-Briesen-Straße/Bildsacker. Auch hier umtanzten die Schneeflöckchen die Musiker und der gegenüberliegende Blumenstrich präsentierte sich als idyllischer Wintertraum. Für die Musiker und insbesondere für den Nachwuchs der Trachtenkapelle war jedoch das Spielen an diesem Tag eine besondere Herausforderung, die sie zur Freude des Dirigenten gekonnt meisterten.

Hier reihten sich auch Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann und Bürgermeister-Stellvertreter Winfried Schimpf unter die Zuhörer und hörten die bekannten Lieder. „O du Fröhliche“ tönte es mit frohem Schall durch die Lüfte und erwärmte die Herzen, ein schönes Gefühl gerade in unserer schnelllebigen Zeit.

Als nächste Stationen folgte der Dilsbergerhof, wo sich die Bewohner bereits am Brunnen versammelt hatten und sich über das Eintreffen der musikalischen „Weihnachtsmänner und -frauen“ sehr freuten. Mit süßen Leckereien und flüssigen Aufwärmern dankten sie den Akteuren. Einen letzten Halt absolvierten die Musiker an der Kreuzung Ringweg/Ränkelweg, denn die Rainbach musste in diesem Jahr auf den Genuss verzichten, da ein Spielen an dieser bei Schneeglätte gefährlichen Stelle zu riskant war.

Die Musikerinnen und Musiker harrten bei Schnee und winterlichen Temperaturen tapfer aus und bereiteten mit ihren Liedern wieder vielen Menschen eine Freude. In den Herzen machte sich eine wohlige Wärme breit und der Traum von weißer Weihnacht wurde in diesem Jahr Wirklichkeit.

Text: boe
Bilder: bz




Stimmungsvoller Herbstabend präsentierte bunten Melodienreigen

Dirigent Vladimir Karpov
Musikzug Dilsberg

Dirigent Markus Beck
Blaskapelle Kipfenberg

Dirigent Walter Nußko Trachtenkapelle Dilsberg

Stimmungsvoller Herbstabend präsentierte bunten Melodienreigen
Drei Kapellen begeisterten mit unterschiedlichen Musikrichtungen
18. September 2010

Der Herbst hielt in der Graf von Lauffen-Halle Dilsberg stimmungsvollen Einzug. Kürbisse, Mais und Sonnenblumen boten eine farbenprächtige Bühnenkulisse und die Musikanten präsentierten ein buntes Programm. Der Musikverein (MV) lud zu einem „Herbstlichen Musikabend“ mit drei Kapellen ein, bei dem es sich weder um ein formelles Konzert noch um ein herkömmliches Herbstfest handelte, sondern die Vielfalt der Musik im Mittelpunkt stand.

Einen herzlichen Willkommensgruß richtete MV-Vorsitzender Reinhard Greulich an die Blaskapelle Kipfenberg und den Musikzug des Turnerbunds (MZ). Erfreut begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Werner Roth, Ehrenmitglieder, Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann sowie den Kreisdirigenten des Rhein-Neckar-Kreis, Dennis Nussbeutel.

 Auslöser für diesen Abend war ein Ausflug der Musiker aus dem Altmühltal,
in deren Reihen Thomas Brömser, der Sohn von Karin Greulich, spielt und
den Dilsberg als Ziel empfahl. Da sich die Kapelle auch musikalisch vorstellen
wollte, war der MV bei der Organisation behilflich und durch die Mitwirkung
des MZ entstand ein Musikabend, der die Vielfältigkeit verschiedener
Musikrichtungen bot.

Musik liegt in der Luft – jedenfalls auf dem Dilsberg, denn die kleine Gemeinde besitzt gleich zwei große Kapellen, die miteinander können und sich harmonisch ergänzen. Der MZ unter der Leitung von Vladimir Karpov überzeugte mit flottem Big-Band-Sound. Tolle Interpretationen bekannter Melodien begeisterten die Zuhörer.

Gefühlvolle langsame Tempi mit fließendem Übergang zu flotten Passagen bescherten einen stimmungsvollen Genuss. „Follow him“ oder „New York“ begeisterten auch die Musikkenner und mit einem ABBA-Medley setze der MZ einen krönenden Schlusspunkt.

Mit ihrer Soloeinlage glänzten die beiden Trompeterinnen, Nicole Maurer und Nathalie Christ, bei „Fernando“. Abteilungsleiter Wolfgang Maurer freute sich über die positive Entwicklung die das Publikum hörte und stellte fest: „Unser Dirigent bringt uns voran.“

Vom geografischen Mittelpunkt Bayerns brachte die Blaskapelle Kipfenberg traditionelle Blasmusik aus ihrer Heimat mit. Auf der Bühne dominierte weiß-blau und in ihren Krachledernen holten die Musiker Oktoberfeststimmung auf den Berg. Verstärkung erhielten die Männer durch Barbara Beck, die im Dirndl und ihrer Klarinette zu gefallen wusste.

Dirigent Markus Beck stellte seine Musiker sowie Heimat vor und führte informativ durch das Programm. Typisch für die bayrische Blasmusik wechselten sich Marsch und Polka ab, unterbrochen von einem zünftigen „Prosit der Gemütlichkeit“ und lud zum Schunkeln und Mitsingen ein.

Der Dirigent überreichte zusammen mit dem Vorsitzenden Josef Thoma den Gastgebern ein originelles Geschenk aus dem Altmühltal, ein Faßerl Bier sowie eine bayrische Brotzeit, für die anstehenden Aufräumarbeiten am nächsten Tag.

Im dritten Teil nahm der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg auf der Bühne Platz. „Wir spielen jetzt alles, was bisher noch nicht da war.“, versprach Dirigent Walter Nußko und spannte mit seinen Musikern einen gelungenen Bogen zur modernen Blasmusik.

Mit ihrem Schlagermedley und Liedern wie „Ramona“ oder „My Boy Lollipop“ riefen sie Erinnerungen an alte Zeiten wach und sorgten für beste Unterhaltung. Für „Power of Love“ und „One Moment in Time“ erhielt Sängerin Anna Nußko großen Applaus, die auch die bayrischen Gäste mit ihrer tollen Stimme bezauberte.

Einen treffenden Schlusspunkt unter einen gelungenen und abwechslungsreichen Musikabend der Extraklasse setzte ein Titel, der das zum Ausdruck brachte, was das Publikum fühlte, „Thank You for the Music“.

Drei Kapellen, drei Musikrichtungen, drei Mal Unterhaltung vom Feinsten. Das Publikum war begeistert und dankte den Musikern mit großem Applaus. Ein gemütlicher Abend mit einem reichhaltigen Angebot aus der Küche, in der die Feuerwehr wirbelte und die Bewirtung übernahm.

Während Papa Dirk Staudenmaier auf der Bühne sein Bestes gab, begleitete ihn Sohn Marvin vor der Bühne und entlockte dem Saxophon die richtigen Töne. Dennoch bleibt sein großes Vorbild Dirigent Karpov, dem er beim Dirigieren in nichts nachstand und den MZ zu musikalischen Höchstleitungen führte. Mit bandagiertem Arm musste der aktive Musiker Kurt Heger dieses Mal passen und konnte seinen Musikverein mal aus der ungewohnten Perspektive als Zuschauer erleben.

Um Mitternacht feierte der Musikverein „sein“ Geburtstagskind Annette Maurer und gratulierte seiner Schriftführerin und organisatorischen Perle. Als ehemalige aktive Musikerin bewies sie einmal mehr ihr vielseitiges Talent und glänzte zusammen mit Reinhard Greulich als Gesangsduo mit dem Lied „Ein neuer Tag“. Auch die restlichen Besucher gratulierten voller Herzlichkeit und stießen auf ihr Wohl an.

Bevor es am Sonntag wieder zurück in die Heimat ging, erwartete Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann die Musiker aus Kipfenberg im katholischen Pfarrhof zum Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. „Es war ein tolles Programm gestern Abend.“, begrüßte er die bayrischen Gäste und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie nicht zum letzten Mal auf dem Dilsberg waren. Dem schloss sich der Vorsitzende der Blaskapelle Kipfenberg, Josef Thoma, an: „Die Nacht war kurz aber schön und einen herzlichen Dank an Reinhard für seine Bemühungen.“ Bereits am Samstagabend stellte Walter Nußko fest: „Eine tolle Sache, die sind angekommen und wir waren sofort eins.“

Text: boe
Bilder: bz




US-Musiker trifft nach 40 Jahren Dilsberger Musikerfreunde

US-Musiker trifft nach
40 Jahren
Dilsberger Musikerfreunde

Besuch von Fred McCall weckt Erinnerungen
und vertieft Freundschaft

31. Juli 2010

Emotionen weckte der Besuch des amerikanischen Musikers Fred McCall (3.v.l.) bei seinen ehemaligen Kollegen auf dem Dilsberg. In den Jahren 1969 und 1970 spielte er als junger amerikanischer Soldat bei der 33. US-Army-Band in Heidelberg und unterstützte die Dilsberger Musiker durch sein aktives, musikalisches Mitwirken.

Am Ende seiner Dienstzeit kehrte er nach Los Angeles zurück und da keine Adresse bekannt war, blieben auf beiden Seiten lediglich schöne Erinnerungen. Vor fünf Jahren entdeckte der Amerikaner im Internet dilsberg.de und die Mailadresse des Musikvereins, worauf sich ein reger Mailkontakt entwickelte. Nun besuchte er Dilsberg und stellte bewegt fest: „So viele Leute erinnern sich an mich, es ist unglaublich.“

                Fred McCall                          Reinhold Bauer                 Ming Huang          Sid Heyman                       Karin Greulich                               Margret Lawson

Fred McCall kehrte zusammen mit drei Musikern sowie zwei Begleiterinnen der „Deutsch-Amerikanische-Blaskapelle“ (DAB) aus Südkalifornien an seine alte Wirkungsstätte zurück. Gemeinsam verbringen sie 11 Tage auf dem Dilsberg und wie in früheren Zeiten unterstützen die amerikanischen Musiker ihre deutschen Kollegen bei Auftritten.

Das Halbjahresfest des Musikvereins stand ganz im Zeichen dieser ungewöhnlichen Freundschaft und begann mit einer Nachtwächterführung durch die historische Bergfeste. Obernachtwächter Erwin Lanzer stellte seine Mannen vor, bei denen Jürgen Maurer seinen ersten Dienstgang absolvierte. Nachtwächter Frans Hermans informierte kurzweilig über die ehemaligen Aufgaben der Männer mit ihren Hellebarden und Laternen sowie die Geschichte des Bergdorfes mit seiner jahrzehntelangen Wassernot.

An der katholischen Kirche bot sich ein traumhafter Blick auf Burg, Wasserturm und die Barockkirche, die auch von innen besichtigt werden konnte. Nach einem willkommenen Umtrunk bei Musikkamerad Werner Erles, dessen Enkel Jannik eifrig Nachtwächterkarten sammelte, führte der Weg am Dorfplatz vorbei zum Rathaus.

Hier stimmten die Nachtwächter ihr bekanntes Lied an „Hört, Ihr Leut, und lasst Euch sagen“ und am Fenster begrüßte „Chief of the Village“, Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, die Gäste. „Es ist eine besondere Freude, dass nach so langer Zeit diese Freundschaft wieder aufgelebt ist.“, hieß er sie willkommen und bat um einen Eintrag ins Goldene Buch. Bei seinem ersten Aufenthalt vor 40 Jahren erhielt Fred McCall den Rat, fahren sie auf den Dilsberg das sind unglaubliche Leute und noch heute schwärmt er über die Gemütlichkeit, die er hier fand.

So schrieb er voller Überzeugung: „The best people in the world are here.“ Seinen Zeilen schlossen sich der Vorsitzende des Musikvereins Reinhard Greulich, Reinhold Bauer, der zusammen mit Karin Greulich als Dolmetscher fungierte, sowie seine Lebensgefährtin Ming Huang und Sid Heyman mit ihrer Unterschrift an.

Auf dem Tuchbleichenplatz wartete bereits die große Musikerfamilie, die Reinhard Greulich zum Halbjahresfest – ein Dankeschön des Vereins an die Musiker, ihre Partner und die vielfältig geleistete Arbeit im Hintergrund – willkommen hieß. Erfreut stellte er ihnen die Ehrengäste Fred McCall, Reinhold Bauer, Bob Fox und Sid Heyman vor und begrüßte diverse Musiker aus benachbarten Gemeinden, die vor 40 Jahren mit Fred zusammengetroffen waren. Ein besonderer Gruß galt dem Ehrenvorsitzenden Werner Roth, den Ehrenmitgliedern, Ortsvorsteher Hoffmann und der Nachtwächterabordnung.

Ein kleines schwungvolles Platzkonzert, bei dem Dirigent Walter Nußko mal wieder selbst Trompete spielen durfte, eröffnete den Abend. In gemütlicher Runde saßen die Musiker zusammen und tauschten gemeinsame Erinnerungen aus. Zur Stärkung wartete in der Halle ein köstliches Salatbüfett und am Grill brutzelten Herbert Nußko und Mirko Kloß leckere Steaks und original Thüringer Würstchen.

Viel Spaß hatten die Musiker Peter Kick aus Gaiberg, Heinz Avancini aus Dossenheim, Josef Bertuzzi und Günter Döringer vom MV Dilsberg mit Fred McCall beim Betrachten alter Bilder: „Und jetzt rat mal, wo steh ich?“ Schmunzelnd erzählte der Gast, dass sein erstes deutsches Wort „Prost!“ lautete.

Verabschiedung Pfarrer Kirchmann Juni 1972 – Dirigent Peter Schwan

Reinhard Greulich fasste zusammen, wie der Kontakt mit Fred McCall zustande kam. Die Kapellen im Umkreis hatten 1969/70 zu wenig Musiker in ihren Reihen und der damalige Dirigent Peter Schwan guten Kontakt zu den US Musikern in Heidelberg, die gerne aushalfen. Als 2005 eine Mail eintraf, in der unter anderem stand, „Ich habe gute Erinnerungen an die Leute in Dilsberg und bin stolz Ehrenmitglied beim Musikverein zu sein.“, entwickelte sich ein reger Mailkontakt. Ein für 2007 geplanter Besuch fand aus familiären Gründen nicht statt und als 2009 seine Frau starb, entschloss sich der Musiker Pläne nicht mehr aufzuschieben und den Dilsberg zu besuchen. Unter großem Beifall überreichte der Vorsitzende Fred McCall für 40 Jahre passive Mitgliedschaft, die goldene Ehrennadel des Blasmusikverbands Rhein-Neckar und steckte seinen Musikerkollegen das Dilsberger Wappen an.

Ein Höhepunkt des Abends war die musikalische Einlage von Fred McCall auf der Native Flute, der traditionellen Flöte der nordamerikanischen Indianer. Die lebendigen und dynamischen Melodien sowie der Text „Der heilige Wind“, mit seiner großen Aussagekraft, fesselten die Zuhörer. Die Melodie „Der Geist von Cucamonga“ hatte noch keinen Text und als Werner Roth vor zwei Tagen das Stück zum ersten Mal hörte, versprach er einen passenden zu schreiben: „Ich habe den Ton gehört, mit einer Innigkeit und Intensität für seine Frau.“ Fasziniert lauschten die Gäste seinen Worten und voller Ergriffenheit dankte der Musiker für diesen gefühlvollen Text.

Noch lange saß die Musikerfamilie zusammen, spürte die Verbundenheit und freute sich über viele Gemeinsamkeiten. Reinhold Bauer, der bereits vor zwei Jahren den Dilsberg besuchte und dieses Treffen arrangierte, bekundete: „Ich hoffe, dass diese Beziehung noch wächst.“

 Der Geist von Cucamonga

Beim Erwachen mein erster Gedanke bist Du.
Ich nehme Dich auf, alles in mir nimmt Dich auf.
Du hast mich besetzt, ich liebe Dich.
Deine Augen sprechen für Deinen Mund.
Gespeichert habe ich jedes Wort,
doch Du flogst einfach fort.
Mit dem letzten Flügelschlag entgleitete mir,
was ich glaubte für immer zu besitzen.
Noch heute spüre ich den Samt Deiner Hände,
dann hat Dich Manitu genommen, ohne mich zu
fragen. Monate danach füllt Dein Geruch Dein
Zimmer aus. An all meinen Erinnerungen suche
ich mich festzuhalten und finde nur schwerlich Halt.
Meine Sehnsucht nach Dir ist unbeschreiblich.
Wir haben uns verlassen, doch ich weiß wir sehen
uns auf der anderen Seite der Erde wieder.

Cucamonga ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien, aus der Fred McCalls verstorbene Frau stammt. Sie war eine Halbindianerin und die Indianerflöte mit ihren magischen sowie beruhigenden Tönen verbindet ihn auf besondere Weise mit ihr. Diese Melodie widmete er ihrem Geist und ließ seine Gefühle, seine Sehnsucht auf der Native Flute erklingen. Jeder der es hörte konnte spüren, sie muss etwas ganz Besonderes gewesen sein. Einer hat es auf jeden Fall so empfunden, Werner Roth, dessen Worte Emotionen wecken, die mit der Melodie zu einer Symbiose verschmelzen.

Text: boe
Bilder: boe, Ursula Nußko




Aprilwetter konnte Stimmung am 1. Mai nicht trüben

Aprilwetter konnte Stimmung am 1. Mai nicht trüben

Gemütlichkeit und viel Musik beim Grillfest auf der Tuchbleiche
1. Mai 2010

Traditionell sind am 1. Mai viele Wanderer unterwegs und erkunden die Region. Ein beliebtes Ausflugsziel und willkommener Treffpunkt ist das beliebte Grillfest des Musikvereins Dilsberg, das auf dem herrlichen Gelände der Tuchbleiche zu einem gemütlichen Aufenthalt einlädt.

Das wechselhafte Aprilwetter schreckte weder die Besucher, noch die Musiker der drei Kapellen, die unter einem kleinen Zelt vor vereinzelten Regenschauern geschützt waren.

Erfreut begrüßte Vorsitzender Reinhard Greulich die zahlreichen Gäste, insbesondere Bürgermeister Horst Althoff und Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann sowie Stadt- und Ortschaftsräte, die sich gut beschirmt ihre gute Laune nicht verderben ließen.

Zur Mittagszeit wurde der idyllische Platz unterhalb der Burg stark frequentiert. Die fleißigen Helfer servierten dennoch schnell und routiniert leckere Gerichte zur Stärkung. Gerade bei Familien wird die Tuchbleiche sehr geschätzt, da für Kinder ein großer Spielplatz zum Toben bereitsteht.

Eine weitere Attraktion war das beliebte Kinder schminken, bei dem Monika Finzer und Tanja Großmann mit echter Zirkusfarbe, die keine Allergien auslöst, ausgewählte venezianische Masken auf die erwartungsvollen Gesichter zauberten. Der Eismann schaute zur Freude der Kinder ebenfalls vorbei, es geht doch nichts über leckeres Eisvergnügen.

Da sich der Musikverein mit Unterstützung durch den Schützenverein um die Verpflegung der Gäste kümmerte, übernahmen die befreundeten Musikvereine aus Wiesenbach, Eschelbronn und Sinsheim-Dühren die musikalische Unterhaltung. Bei ihrem jeweils zweistündigen Platzkonzert präsentierten sie einen gelungenen Querschnitt aus dem vielfältigen Repertoire der Blasmusik, wofür ihnen der Vorsitzende der Trachtenkapelle Dilsberg herzlich dankte.

Das launenhafte Aprilwetter konnte der guten Stimmung jedenfalls nichts anhaben. Überwiegend hatte man Glück und die dunklen Wolken wurden vom Wind vertrieben. Bei einem kurzen Schauer wurden die Regeschirme ausgepackt oder Sonnenschirme vorübergehend als Regenschirme genutzt und die Herren an der Kasse achteten darauf, dass die „Moneten“ im Trockenen blieben.

In der Halle boten die Musikerfrauen wieder ein fantastisches Kuchenbüfett an. Wem es draußen zu ungemütlich war, der packte seine Utensilien zusammen und suchte sich einen Platz im Trockenen. Im Nu schleppten die Helfer Tische und Bänke herein, so dass genügend Plätze zur Verfügung standen.

Text: boe
Bilder: bz