Am vergangenen Montagabend haben alle Musiker und Musikerinnen ihre Instrumente zuhause gelassen und sind mit Sonnenbrille und Appetit auf der Tuchbleiche in Dilsberg erschienen.
Statt Polka, Marsch und Medleys gab es Burger, Pommes und Eis.
Auch Familienmitglieder und langjährige Unterstützer und Helfer des Vereins waren eingeladen.
Um den großen Hunger zu stillen wurde deftiges Essen von dem Foodtruck „Daddy’s Roadkitchen“ serviert.
Der Vorstandschaft war wichtig, dass an diesem Abend keiner in der Küche steht, oder etwas vorbereitet und mitbringt, sondern alle durchweg den Abend entspannt genießen können.
Nachdem die Burger in den Bäuchen waren, nutzte Reinhard die Stille und dankte allen aktiven Musiker*innen mit Partner*innen und allen Helfer*innen die uns schon jahrelang tatkräftig vor und hinter den Kulissen unterstützen. Er betonte, dass dies keine Selbstverständlichgkeit sei und der Verein sich gerne mit diesem Abend auch mitten in der Saison bedanken möchte.
Das Jahr sei keinesfalls schon zu Ende, aber mit dem Frühlingskonzert und dem 1. Mai Fest wurde schon einiges getan bei dem viel Unterstützung gebraucht wurde.
Nach einer kurzen Verschnaufpause rollte auch schon der Eiswagen an und verteilte Kugel- und Spaghettieis zur Abkühlung.
Der Foodtruck war am Aufräumen und der Eiswagen wieder abgedüst, als man rufen hörte: “ Wer hat Lust auf Wikingerschach“?
Schnell fand sich eine Truppe zusammen, die schon gehofft hatte, dass auch dieses Jahr jemand das Spiel mitgebracht hat.
Eine Partie Wikingerschach, bei der auch schonmal wortwörtlich die Fetzen fliegen können, darf auf keinem Fest des Musikvereins fehlen.
Die Entscheidungsrunde war gerade zu Ende, als man auch schon den frischen Wind und die dunkleren Wolken wahrnahm.
„Laut Wetterbericht soll es in einer halben Stunde Anfangen zu regnen“ wurde verkündet.
So kam langsam Aufbruchstimmung auf und mit der Unterstützung von allen waren die Tische und Stühle schnell aufgeräumt und auch die Gläser gespült.
Noch vor dem einsetzenden Regen konnten sich alle auf den Weg machen und sind hoffentlich trocken heimgekommen.
Vielen Dank auch hier nochmal für eure aktive und passive Unterstützung im Verein.
Es ist schön, dass wir eine so große Helfertruppe haben, auf die wir immer Zählen können und auch die aktiven Musiker immer bereit sind auf verschiedensten Feierlichkeiten zu spielen.
Bilder und Text: A. Heinzelmann
Berggottesdienst begeisterte an Pfingsten
Bericht von Dilsberg.de/
Einfach himmlisch: Mit einem Berggottesdienst feierten über 100 Besucher den Pfingstmontag unter freiem Himmel. 50 Tage nach Ostern begehen die Christen weltweit dieses besondere Kirchenfest. In den biblischen Geschichten wird erzählt, wie die Jünger Jesu an Pfingsten von göttlicher Kraft erfüllt werden und fortan die Frohe Botschaft in die Welt tragen.
Dass der Dilsberger Gottesdienst auch dieses Jahr auf der Wiese stattfand, hat möglicherweise etwas mit Pfarrerin Michaela Deichls „speziellem Draht nach oben“ zu tun. Zumindest waren sich die Gäste darüber einig, dass der für das sonnig-angenehme Wetter gesorgt hatte.
Im Burggarten gleich neben der Kirche fanden die Besucher in den aufgestellten Bankreihen ein passendes Plätzchen. Unter Bäumen sitzend, blickten die Gäste auf einen mit Blumen geschmückten Altar und lauschten den munter zwitschernden Vögeln und dem Plätschern des Brunnens. Der Musikverein hatte sich im Schatten des Baumes niedergelassen.
Kaum war der letzte Glockenschlag der Kirchturmuhr verhallt, setzte der Musikverein „Trachtenkapelle Dilsberg“ ein. Feierlich erklang das Stück „Young Amadeus“. Die Musikerinnen und Musiker begleiten unter der Leitung von Walter Nußko das Pfingstfest seit vielen Jahren – eine lieb gewonnene Tradition.
Pfarrerin Michaela Deichl begrüßte die Gemeinde „unter Gottes Himmel und im Schutz der Bäume“. So lässt sich das Draußensein noch dazu mit einem Gottesdienst genießen, strahlte sie. Um den Himmel oder besser das „Himmlische“ ging es in ihrer Predigt. Sich einzulassen auf die himmlische Gegenwart Gottes sei mitten im Alltag nicht immer einfach, erklärte sie. Schule und Arbeit, die Schreckensnachrichten aus der Welt und persönliche Themen lassen uns oft eher nah am Boden sein.
Aber dann gibt es eben auch diese besonderen Momente. Solche, die mit einem Mal da sind und sich so richtig himmlisch anfühlen. Sei es, dass wir jemandem begegnen, der uns glücklich macht. Eine Beziehung, die gerade besonders gut gelingt. Ein Ort, an dem wir uns wohlfühlen und das Leben genießen. Die Gemeinde sang bei den Liedern kräftig mit, zum Beispiel bei „Geh aus mein Herz und suche Freud“.
„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“, sagte Konrad Adenauer einmal. Es gehe eben auch darum, den eigenen Horizont zu weiten, ermutigte Pfarrerin Deichl die Gemeinde. Denn die Art und Weise, wie wir Menschen auf das Leben schauen, hat mit dem „Himmlisch-Gefühl“ zu tun. Es sei wichtig, mit Gott verbunden zu bleiben und das Unsichtbare in das Leben hineinwirken zu lassen. Denn dafür hat Gott an Pfingsten seinen Geist zu den Jüngern geschickt.
So ist zwischen Himmel und Erde durch das Leben Jesu eine Brücke entstanden. „Gottes Geist weht“, schloss Pfarrerin Deichl in ihrer Predigt und lud ein, auch im Alltag himmlische Momente zu erleben.
Das gelingt am besten, wenn man sich dafür öffnet und auf Gott vertraut. Dann ist es, als würden sich Himmel und Erde berühren. Einfach himmlisch eben. Sie gab jedoch augenzwinkernd zu bedenken, dass Gott dies vorher nicht anmeldet. Die Gemeinde war beseelt.
Gebete um Frieden, Gemeinschaft und das Miteinandersein gaben Claudia Rittmüller und Joscha Schneider in den Fürbitten mit auf den Weg. Hier konnten noch einmal alle in sich gehen und einander gute Gedanken senden.
Der Musikverein ließ den Gottesdienst beschwingt ausklingen. Zu „I´ve got the whole world“ klatschte und schwang die Gemeinde mit. Direkt im Anschluss ging es auf der Kirchenterrasse weiter.
Hier konnten sich die Besucher beim Förderverein der evangelischen Kirche mit Weißwurst und Getränken stärken. Fröhlich gestimmt genossen sie den sonnigen Mittag miteinander und holten mit Sicherheit ein Stück Himmel auf den Dilsberg.
T. mbue
B. BZ
Der Mai ist gekommen – Grillfest auf der Tuchbleiche
Bericht von Dilsberg.de/
Erstmals nach der Corona-Pause konnte der Musikverein Dilsberg sein Grillfest wieder in der altbewährten Tradition durchführen.
Während der größte Teil der aktiven Musiker mit ihren Partnern auf dem Turnplatz bereits ab 8.00 Uhr mit den Vorbereitungen für das Grillfest beschäftigt war, traf sich ein Teil der Trompeter im Dilsbergerhof.
Seit vielen Jahren treffen sie sich am 1. Mai zu früher Stunde, um musikalisch den Wonnemonat mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“ zu begrüßen. Auch dies ist eine lang gelebte Tradition, die von den Musikern seit vielen Jahren mit viel Freude und Begeisterung durchgeführt wird.
Bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften Frühlingstemperaturen füllten sich im Nu die Bankreihen und der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich hieß die Besucher herzlich willkommen.
Ortsvorsteher Erles ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Gäste zu begrüßen und er bedankte sich beim Musikverein und seinen Helfern für die alljährliche Organisation und Durchführung des Grillfestes. Ohne Pause, mit Ausnahme während der Corona-Pandemie und des letztjährigen Jubiläumsfestes, führt der Musikverein seit nunmehr mindestens 50 Jahren am 1. Mai sein Grillfest durch.
Auf der Tuchbleiche ließ man sich in uriger Atmosphäre nieder, genoss das tolle Wetter und die Aussicht auf einen schattigen Platz. Während befreundete Kapellen die musikalische Unterhaltung übernahmen, kümmerten sich die gastgebenden Musiker um das leibliche Wohl.
Heiß begehrt waren die köstlichen Schnitzel und krossen Pommes, die um die Mittagszeit stark gefragt waren. Die Schnitzel waren am Vortag von den Musikfrauen unter der fachmännischen Anleitung von Gerhard Sattler geschnitten, gewürzt und paniert worden. Somit war man bestens auf den Ansturm am nächsten Tag vorbereitet.
Das Helferteam hinter der Theke hatte alle Hände voll zu tun und schaffte es, alle Wünsche der Gäste auf hervorragende Weise und ohne Probleme schnellstmöglich zu erfüllen.
Die Besucher genossen das herrliche Wetter und freuten sich endlich wieder im Freien zusammen feiern zu können.
Einen ganz besonderen Willkommensgruß galt den Musikfreunden aus Wiesenbach, unter der Leitung ihrer Dirigentin Claudia Grimm. Mit traditioneller Blasmusik und schwungvoller Unterhaltungsmusik begeisterten die Wiesenbacher Musiker einmal mehr die Gäste auf dem Dilsberg.
Nach dem Mittagessen hatten die Besucher die Gelegenheit, sich an dem abwechslungsreichen Kuchenbuffet zu bedienen. Wie jedes Jahr hatten die Musikfrauen mit Unterstützung aus den passiven Reihen wieder eine sehenswerte Kuchenauswahl bereitgestellt. Die Organisatoren bedanken sich dafür bei allen Kuchenbäckern und Bäckerinnen ganz herzlich.
Anschließend nahm die befreundete Musikgemeinschaft Eschelbronn-Neidenstein mit ihrem Dirigenten Christian Schuppel Platz auf der Bühne. Die Musiker sorgten mit traditioneller und moderner Blasmusik für beste Unterhaltung.
Gegen Abend, als die Gäste zufrieden den Heimweg angetreten und die Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, gönnten die Musiker sich noch ein Abschlussbier und schmiedeten schon Pläne für das nächste Jahr, wenn es auf dem Dilsberg wieder heißt: „Der Mai ist gekommen“.
Text: Annette Maurer
Bilder: Helmut Feil, Sonja Link
Übergabe des Jubiläumsbaumes auf dem Rosenplatz gefeiert
Bericht von Dilsberg. de/
Wie bereits bei der gemeinsamen Jubiläumsfeier von Dilsberger Nachtwächtern (100 Jahre), Trachtenkapelle Dilsberg (100 Jahre), Schützenverein Dilsberg (50 Jahre) und Evangelische Kirchengemeinde (150 Jahre) am 1. Mai 2023 angekündigt, übergab der Obst- und Gartenbauverein Dilsberg (OGV) sein Geschenk am Sonntag, 5. Mai 2024 an die drei Jubelvereine und die Evangelische Kirchengemeinde Dilsberg: Einen Jubiläumsbaum für den Rosenplatz.
Vor der Übergabe gab es in der gut gefüllten Evangelischen Kirche einen Gottesdienst aus diesem Anlass. In ihrer Predigt hob Pfarrerin Michaela Deichl hervor:
„Bäume sind für viele Menschen ein Symbol für die Hoffnung auf Leben, für Hoffnung auf Zukunft … Bäume haben ein eigenes Sozialsystem. Im Wald zum Beispiel kommunizieren die Bäume über die Kronen und Wurzeln … auch wir in unserer menschlichen Gemeinschaft können uns unterstützen und auf unterschiedliche Art etwas zum Wohl unserer Welt beitragen. Und noch etwas haben wir gemeinsam. Es ist wichtig, gut verwurzelt zu sein.“ Sie nahm auch Bezug auf den gepflanzten Baum, einen Feldahorn: „Der Feldahorn hat übrigens die Eigenschaft, dass er anpassungsfähig und widerstandsfähig ist.“ So kann es neben dem Geschenk auch eine Baumbotschaft an uns sein, innerlich offenzubleiben, um mit den Veränderungen in der Welt zurechtzukommen. Aber auch gut verwurzelt zu sein, um widerstandsfähig zu bleiben.
Der Aufforderung an die Anwesenden, nun auf den Rosenplatz zu gehen, waren trotz des drohenden Regens neben den offiziellen Vereinsvertretern nicht wenige Bürgerinnen und Bürger gefolgt, um eine kleine Feier zur Baumübergabe zu erleben und dies mit einem Gläschen Sekt oder Orangensaft zu begießen.
Der Vorsitzende des OGV, Karlheinz Streib, begrüßte neben Pfarrerin Michaela Deichl auch die Vertreter der Jubelvereine: Schützenmeister Raphael Meier, Walter Nußko, den Dirigenten des Musikvereines, den Obernachtwächter Jürgen Maurer, sowie Ortsvorsteher Andreas Erles und den Gartenbauunternehmer Wilhelm Müller.
Streib schilderte, wie der Vorstand des OGV zu seiner Spendenidee kam: Der bisher auf dem 2006 von Hans-Herrmann Erles initiierten und ausgebauten Rosenplatz gepflanzte Kugelkirschenbaum war aufgrund einer Krankheit eingegangen. So kam der Gedanke, als Jubiläumsgeschenk in die Mitte des Platzes eine Eiche zu pflanzen. Förster Reinhard riet aber, unter anderem wegen der zu erwartenden Dimension des Baumes, davon ab und empfahl, einen Feldahorn zum Schattenspender dort werden zu lassen.
So wurde am 11. November letzten Jahres dieser Baum gepflanzt. Er ist inzwischen gut angewachsen, sodass er den Jubelvereinen und der Evangelischen Kirchengemeinde übergeben werden konnte.
Ortsvorsteher Erles dankte in seinem kurzen Grußwort allen Anwesenden und insbesondere dem OGV für ihr Engagement für diesen, ihn persönlich besonders bewegenden Platz. Er drückte seine Hoffnung aus, dass dieser auch gebührend genutzt wird.
enthüllte der Vorstand des OGV die ebenfalls von ihm gespendete, an die Jubiläen erinnernde Gedenktafel.
Als besondere Geste begossen schließlich die Vereins- bzw. Kirchenrepräsentanten den Baum gemeinsam mit dem Rest Sekt aus ihren Gläsern, unterstützt vom Applaus der Besucherinnen und Besucher dieser Feier.
Zum Abschluss dankte Karlheinz Streib noch allen teilnehmenden Vereinen, speziell dem Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg, der die Feier musikalisch umrahmt hat. Der Dank ging auch an die Ortsverwaltung und die Stadtgärtnerei sowie an Förster Reinhard und Gartenbauunternehmer Müller für ihren Einsatz um diesen wundervollen Platz am Eingang zur Dilsberger Feste. Er schloss mit einem von Dilsbergs erstem Ortsvorsteher Stefan Wiltschko gepflogenen Abschlusssatz: „Damit möchte ich es bewenden lassen.“
Auf die Kirchenterrasse lud der Förderverein der evangelischen Kirche im Anschluss ein. Karin Ullrich-Brox und ihre Helfer verteilten Getränke, belegte Brote und heiße Würstchen gegen eine Spende für den Erhalt der Kirche. Die Besucher hatten hier Zeit ins Gespräch zu kommen und genossen den herrlichen Ausblick.
T. Walter Berroth (erg. mbue)
B. Roland Rupp
Jahreshauptversammlung: Musikverein schaute auf erfolgreiches Jubiläumsjahr
Bericht von Dilsberg.de
Am 14. April konnte der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich zahlreiche aktive, fördernde und Ehrenmitglieder zur Jahreshauptversammlung des Musikvereins „Trachtenkapelle 1923 Dilsberg e. V.“ in der Tuchbleichenhalle begrüßen. Zu Beginn umrahmte die Kapelle die Totenehrung mit dem Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Der Musikverein hatte im vergangenen Jahr 15 verstorbene Mitglieder zu betrauern.
Reinhard Greulich konnte in seinem Bericht auf ein außerordentliches und erfolgreiches Jubiläumsjahr 2023 zurückblicken. Im März veranstaltete die Kapelle ein gut gelungenes Jubiläumskonzert. Zusammen mit den anderen Jubelvereinen wurde am 1. Mai das 100-jährige Vereinsjubiläum gebührend gefeiert. Daneben organisierte die Trachtenkapelle im September einen Ehrungsnachmittag für die fördernden Mitglieder und zum Abschluss im November ein Kirchenkonzert in der katholischen Kirche auf dem Dilsberg, bei dem Spenden in Höhe von 1.000 € für das „Festessen für Bedürftige“ gesammelt werden konnten. Auch gab der 1. Vorsitzende einen Ausblick, welche Aktivitäten im kommenden Jahr noch geplant sind und teilte Informationen zur Mitgliederstatistik mit.
Der Dirigent Walter Nußko erfreute sich in seinem Bericht über einen regen Probenbesuch der gesamten Kapelle. Der Kassenbericht wurde von Julia und Valerie Maurer vorgetragen.
Dass das Jahr 2023 sehr arbeitsintensiv war, wurde auch bei dem Bericht von Schriftführerin Yvonne Kloß deutlich. Der Musikverein absolvierte insgesamt 53 Auftritte, beispielsweise bei verschiedenen Festen, Geburtstagen oder örtlichen Veranstaltungen.
Nach den Berichten wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet und wiedergewählt. Zusätzlich konnten in diesem Jahr neue Beisitzer gewonnen werden. So unterstützen zukünftig Tina Maurer, Anna Briesnitz und Regina Watzelt die Vorstandschaft. Auch sie wurden einstimmig gewählt.
Gegen Ende der Versammlung konnte der 1. Vorsitzende des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar, Andreas Sturm, verdiente aktive Musiker ehren. So wurden für 40-jährige aktive Tätigkeit Rüdiger Bellem, Dorothea Jacobs und Yvonne Kloß ausgezeichnet.
Für 50-jährige aktive Tätigkeit erhielten Volker Ohlhauser und der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich die Ehrennadel in Gold mit Diamant und einen Ehrenbrief.
Zum Abschluss erklang noch einmal die Trachtenkapelle unter der altbewährten Leitung von Walter Nußko.
Text: Annette Maurer
Bilder: Jürgen Maurer
Von James Bond bis Mary Poppins: Filmmusik und Musical-Highlights beim Frühlingskonzert
Bericht von Dilsberg.de
Da lag Musik in der Luft. Am Samstagabend erstrahlte die Graf-von-Laufen-Halle in Dilsberg im Glanz des alljährlichen Frühlingskonzerts des Musikvereins „Trachtenkapelle Dilsberg“. Unter dem Motto „Film trifft Musical“ boten die 30 Musikerinnen und Musiker eine abwechslungsreiche Reise durch Filmmusik und Melodien aus Musicals.
Einmal mehr zeigte der Musikverein, wie vielseitig Blasmusik sein kann. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Halle mit etwa 300 Gästen, die sich vor dem Konzert vom Schützenverein Dilsberg verköstigen ließen. Bestens eingestimmt und mit enthusiastischem Beifall empfingen sie das Ensemble des Musikvereins.
Vorstand Reinhard Greulich eröffnete das Konzert mit einem Zitat von Ernst Mosch: „Meine große Liebe ist die Musik“. Diese Worte spiegeln den Spaß und die Freude am Musizieren wider, schwärmte er. Und an der Atmosphäre im Saal las er zutreffend ab, „dass es Ihnen gefällt“.
Auch Bürgermeister Frank Volk, Ortsvorsteher Andreas Erles und der Bürgermeisterkandidat Jan Seidel befanden sich unter dem hellauf begeisterten Publikum, ebenso Pfarrerin Michaela Deichl sowie Vertreter der Vereine.
Dirigent Walter Nußko leitete seine Musikerinnen und Musiker mit guter Laune, Leidenschaft und gewohnter Professionalität. Von Beginn an herrschte vergnügte und überschwängliche Stimmung. Die ergreifende „Forrest Gump Suite“ eröffnete das Konzert, gefolgt von „The Story“, bekannt aus der erfolgreichen Serie „Grey´s Anatomy“. Das Spiel bot reichhaltige und klangvolle Facetten, die so nur mit dem Tonumfang von Blasinstrumenten möglich sind.
Solistin Anna Briesnitz bezauberte mit dem aus James Bond bekannten „Skyfall“. Gebannt lauschte das Publikum ihrer klaren, kraftvollen Stimme, mit der sie das „007-Gefühl“ in die Halle holte.
Julia und Valerie Maurer führten charmant durch das gelungene Programm. Humorvoll und sympathisch stellten sie die Geschichten der einzelnen Stücke und die Komponisten vor. Da wurde es auch schon mal „supercalifragilisticexpialigetisch“.
Denn Fröhlichkeit pur bot die kunterbunte Fantasiereise in der „Selection from Mary Poppins“. Mit dem Walt Disney Klassiker flog das außergewöhnlichste Kindermädchen der Welt direkt in den Saal. Das Stück sorgte für so stürmischen Applaus, dass die Musiker bereits hier eine Zugabe einlegten.
Mit dem Gefühl, noch mal Kind zu sein, fühlten sich die Gäste pudelwohl. Weitere Höhepunkte des Abends waren die „Zwei Supermänner“, vertreten durch Marius Maurer (Tenorhorn) und Hans-Walter Ziegler (Bariton) sowie die virtuose Performance von Lars Jacobs am Vibrafon in „Erinnerungen an Zirkus Renz“.
Mit „Unchained Melody“ aus dem Film „Ghost“ schlugen sie ruhigere Töne an, bevor der energiegeladene Sissi-Marsch aus „Kaiserin Sissi“ Einzug hielt. Man sah sich förmlich durch das Königsschloss tanzen.
Neben den Filmmusikstücken überzeugten auch klassische Titel wie die „Polka für Zwei„, gespielt von Andreas Link (Flügelhorn) und Tina Maurer (Tenorhorn), sowie „Unsere schöne Zeit“ von Josef Fröschl.
Gefühlvoll interpretierte Anna Briesnitz den Popsong „Run“ und sorgte für Gänsehautmomente. „Gold von den Sternen“ (Musical Mozart) sang sie begleitet von sechs Klarinetten.
Orientalische Klänge bildeten den Abschluss. Von der Oscar-prämierten Filmmusik „Aladdin“ ließ sich das Publikum erneut in den Bann ziehen.
Mit stehenden Ovationen, rauschendem Applaus, ausgelassenen Freudenpfiffen und „Bravo“-Rufen bedankte sich das Publikum. Mit den Zugaben „Unsere Reise“ und dem Abschiedslied „Kimm guat hoam“ – ausdrucksstark von Anna Briesnitz und Yvonne Kloß gesungen – verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker vom beglückten Publikum.
Für der richtigen Klang sorgten die Techniker Jens Jacobs und Max Jacobs.
Ordentlich ins Schwitzen kam das Helferteam des Sportschützenvereins in der Küche, was die gute Laune aber keinesfalls beeinträchtigte. An der Bar sorgte das „Team Burgbühne“ mit Nils Weitzell, Raya Neumann und Laura Kohl für Getränkenachschub.
T. mbue
B. BZ
Seniorennachmittag – Theaterstück sorgte für Vergnügen
Seniorennachmittag – Theaterstück sorgte für Vergnügen
Bericht von Dilsberg,de
Einen unterhaltsamen Nachmittag schenkte der Dilsberger Ortschaftsrat allen Junggebliebenen beim jährlichen Seniorennachmittag.
Seit vielen Jahren währt die Tradition in Dilsberg nun schon, abgesehen von den Corona-Unterbrechungen. Auch in diesem Jahr erhielten alle über 65-Jährigen eine Einladung in die Graf-von-Lauffen-Halle. Von den 601 Eingeladenen fanden sich 130 Dilsberger und 30 Mückenlocher in der Halle ein. Schnell füllten sich Plätze an den eingedeckten Tischen. In fröhlichen Farben erfreuten bunte Primeln die Gäste und ließen die Vorfreude auf das Programm steigen.
Pünktlich um 14 Uhr ging es los. Ortsvorsteher Erles, der vor einem Jahr an dieser Stelle sein Debut gab, begrüßte alle Gäste. Darunter befanden sich Bürgermeister Frank Volk, der Landtagsabgeordnete Jan-Peter Röderer (SPD), die früheren Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann (Dilsberg) und Rüdiger Freund (Mückenloch), Pfarrerin Michaela Deichl, auch Bürgermeisterkandidat Jan Peter Seidel besuchte die Veranstaltung.
Die Akteure des Seniorentheaters „Roßdörfer Spätlese“ wurden ebenso herzlich empfangen wie Kriminalhauptkommissarin Ulrike Haaf und Fachberaterin für Sicherheit Sandra Schaller. Die beiden hatten einen Informationsstand zum Thema aufgebaut. Und natürlich der Musikverein „Trachtenkapelle Dilsberg“. Neu war in diesem Jahr, dass auch die Mückenlocher Senioren mitfeierten. Beide Ortsversteher befanden die Idee als gut. Und wenn sich das Fest herumspricht, kommen nächstes Jahr vielleicht noch mehr Mückenlocher dazu.
Bevor das Theaterstück startete, galt alle Aufmerksamkeit dem fahrenden Kuchenbuffet. Etwa 50 Kuchen fuhren auf dem Servierwagen immer wieder an den Tischreihen vorbei. Ortschaftsräte und -rätinnen und deren Partner und Partnerinnen verteilten Stücke in allen Größen und Geschmäckern.
Die Seniorinnen und Senioren ließen es sich schmecken. Es durfte auch mehrfach zugegriffen werden. Zu lecker war die Auswahl. Auch für Kaffee und Getränke war gesorgt. So ließ es sich gut ins Gespräch kommen.
Nachdem Kaffee und Kuchen den ersten Hunger gestillt hatten, startete das Show-Programm. Diesmal gastierte das Seniorentheater „Roßdörfer Spätlese“ auf der Bühne, das vom ehemaligen Kriminalpolizeibeamten „Charly“ Karl-Heinrich Braun geleitet wird.
In humorvoller Weise spielten sie aktuelle Betrugsmaschen vor: Schockanrufe, falsche Handwerker (Klemm & Klau) und Polizisten, WhatsApp-Nachricht mit Geldforderung sowie ‚Der wachsame Nachbar‘. Begleitet wurden die Sketche der Theatergruppe von der Polizeilichen Beratungsstelle Neckargemünd. Ulrike Haaf gab nach jeder Szene Ratschläge für das richtige Verhalten in Situationen. Beispielsweise wenn Unbekannte an der Haustür klingeln oder die Bürger mit sogenannten Schockanrufen unter Druck gesetzt werden.
Dem Ensemble gelang es, die Situationen auf lustige Art darzustellen. Ziel ist, die Menschen zu sensibilisieren und zur Achtsamkeit im Alltag anzuregen.
Zum Abschluss gab es noch eine Ehefrau, die alles besser weiß für ihren Mann. Polterndes Gelächter im Saal zeigte, dass der Humor bestens ankam. Ortsvorsteher Andreas Erles bedankte sich am Ende herzlich für den gelungenen Auftritt. Über ein kleines Dankeschön freuten sich die Darstellerinnen (Yvonne Ziergöbel, Lydia Horneff) und Darsteller (Charly Braun, Fritz Reiz).
Bürgermeister Frank Volk und Pfarrerin Michaela Deichl übernahmen für ihre Ansprachen die Bühne und spielten ihr eigenes Theater weiter. Sie erzählten charmant Witze über verschiedene Perspektiven, die das Leben mit sich bringen kann. Gut gelaunt leiteten sie direkt weiter zum nächsten Programmpunkt: der Musik. Die Trachtenkapelle hatte bereits Aufstellung bezogen und begann zu spielen.
Schließlich galt es noch, die Ältesten und Jüngsten Senioren und Seniorinnen zu ehren. Und da Mückenloch ebenfalls vertreten war, fanden die Ehrungen gleich viermal statt. Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser machte den Anfang und musste sich erst einen Überblick verschaffen. Älteste Teilnehmende waren Liselotte Götz und Rüdiger Freund.
Jüngste Teilnehmende: Regina Wallstab und Eduard Karl. Ortsvorsteher Erles und Bergstässer übergaben als eingespielte Team die Präsente.
Bei den Dilsberger unterstützte die stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Nohe-Weinert. Älteste Teilnehmende: Bärbel Beisel und Kurt Kraus.
Jüngste Teilnehmende: Annette Armitter und Rainer Höterich. Auch sie nahmen die kleine Aufmerksamkeit dankend entgegen.
„Ein schöner Nachmittag war das“, lobte eine Seniorin. „Und es gab dabei auch viel zu lernen.“ Der Seniorennachmittag klang am frühen Abend aus. Mit guter Laune, Musik im Ohr und bereichert um wissenswerte Tipps gegen Trickbetrüger traten die Seniorinnen und Senioren ihren Heimweg an. Und freuen sich schon auf nächstes Jahr.
T. mbue
B. Sandra Rupp
Nachtwächter-Umzug auf dem Dilsberg
Nachtwächter-Umzug auf dem Dilsberg
Bericht von Dilsberg.de/ 01.01.2024
„Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen, das alte Jahr ist vergangen, das neue hat angefangen!“
Traditioneller Nachtwächter-Umzug auf dem Dilsberg
In der Silvesternacht gibt es verschiedene Rituale, um voller Zuversicht in das neue Jahr zu starten. Wenn auf dem Dilsberg die letzte Stunde des Jahres läuft, dann zieht es Einheimische wie Gäste zum historischen Torturm zu den Nachtwächtern. So war es auch bei diesem Jahreswechsel, bei dem selbst das Wetter mitspielte und vorübergehend den Regen einstellte.
Kurz vor Mitternacht trafen aus allen Richtungen fröhliche Menschen ein und verkürzten sich bei Gesprächen die Zeit bis zum Countdown. Unterdessen stimmte Obernachtwächter Jürgen Maurer im Rathaus seine Männer auf den nächtlichen Rundgang ein. Ein letzter prüfender Blick, ob der schwarze Mantel samt Dreieck korrekt sitzt, die Laternen funkeln und die Hellebarden blitzen.
Dann konnte der 46. Rundgang beginnen und zehn Nachtwächter marschierten zum Torbogen, wo sie bereits gespannt erwartet wurden. Auf das beliebte Jahresritual freuten sich auch in diesem Jahr Dilsberger und Besucher aus der Umgebung mit ihren Gästen.
Verstohlen blickten einige auf ihre Uhr, nur noch wenige Sekunden. Da setzte Dorfwaibel Jens Heinzelmann sein Nachtwächterhorn an und ließ es zwölfmal kräftig erklingen. Imposant verkündeten die Nachtwächter mit ihrem Gesang: „Hört Ihr Leut´ und lasst euch sagen, unsere Glock´ hat zwölf geschlagen, das alte Jahr ist vergangen, das neue hat angefangen!“
Feuerwerk rund um den Dilsberg (Fotos: Sascha Boettcher)
Der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg begleitete die Nachtwächter und spielte das bekannte Lied „Großer Gott, wir loben dich“, in das so mancher bewegt einstimmte. Für Dirigent Walter Nußko und seine Musiker ist die Teilnahme ebenso eine Herzensangelegenheit wie für die Nachtwächtergruppe.
„Prosit Neujahr“ hallte es durch die Nacht, Umarmungen folgten, gute Wünsche wurden ausgetauscht und Fotos geschossen.
In bester Stimmung ging es weiter über die Untere Straße zur nächsten Station bei der Familie Neumann…
… die auch dieses Mal die Nachtwächter zu einem Umtrunk herzlich willkommen hieß. Das ließen diese sich nicht zweimal sagen.
Heiß begehrt war ein Händedruck der Nachtwächter, der bekanntlich Glück bringen soll und wer kann das nicht gebrauchen.
Nächster Haltepunkt war an der Steige zur katholischen Kirche. Musiker und Nachtwächter brachten Klänge und Gesang in die Nacht.
Weiter ging es zur Oberen Straße, wo ein weiterer Stopp auf dem Dorfplatz eingelegt wurde. Zur Freude der Beteiligten versammelten sich an alle Stationen Zuhörer und genossen das Geschehen.
Endstation war am Dorfbrunnen! Hier erklang ein letztes Mal das Nachtwächterlied. Aber nur für dieses Jahr!
Die stellvertretende Ortsvorsteherin Monika Weinert wünschte den Teilnehmern „ein friedvolles und gesundes 2024“ und verband damit die Hoffnung, dass es ein gutes wird. Das Schlusswort gebührte dem Obernachtwächter, der vor allem dem Musikverein für seine Begleitung dankte: „Ohne Musik wäre es nur halb so schön!“
Im letzten Jahr habe er erwähnt, dass auch die Nachtwächter nicht vom Fachkräftemangel verschont bleiben. Umso größer war die Freude über Jürgen Seufert, der seit einem Jahr die Gruppe aktiv verstärkt …
… und den spontanen Nachwuchs von Joscha Schneider, der den Altersdurchschnitt deutlich senkte. An Silvester durfte er seine zweite Runde drehen und absolvierte diese wie ein Profi. Seit der Zehnjährige im Frühjahr 2023 an einer Nachtwächterführung teilnahm, war er Feuer und Flamme für diesen „Beruf“. Pfiffig wie Nachtwächter sind, fand sich im Fundus vom Dorfwaibel ein Nachtwächter-Outfit mit kindgerechter Hellebarde und somit ging ein großer Traum von Joscha in Erfüllung. Mit strahlenden Augen dankte er seinen Nachtwächter-Kollegen.
Die Nachtwächter hängen an der Tradition und wollen sie auch zukünftig mit Leben füllen. In diesem Sinne wünschte der Obernachtwächter alles Gute für 2024: „Kommen Sie gut durch das Jahr, bleiben Sie gesund und wir sehen uns im nächsten Jahr wieder!“
Text: boe
Bilder: BZ
Traditionelles Weihnachtsliederspielen
Trachtenkapelle erfreute mit Weihnachtsklängen
Bericht von Dilsberg.de/ 25.12.2023
Dilsberg verteilten einander Grußgeschenke beim traditionellen Weihnachtsliedersingen
Mit bunten Schirmen ausgestattet, ließen es sich Dilsberger und ihre Gäste nicht nehmen, das traditionelle „Weihnachtsliederspielen“ der Trachtenkapelle Dilsberg zu genießen. Regen und Wind hielten sie nicht davon ab, sich am Mittag des 24. Dezember auf dem in der historischen Feste zu versammeln.
Es war eine Gelegenheit zusammen die Klänge der Musik zu hören und sich ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen. Anwohner, Nachbarn, Freunde und Verwandte nutzten diese gern. Dirigent Walter Nußko eilte gut gelaunt über den Dilsberger Dorfplatz. „Das Wetter ist schön“, rief er den Menschen scherzend zu. Unter einem Garagenvordach fanden die Musikerinnen und Musiker ein halbwegs trockenes Plätzchen. So blieben auch die Instrumente vor den herunter eilenden Regentropfen geschützt. Unverzagt nahm die Trachtenkapelle Aufstellung und stimmte zu „Herbei, o ihr Gläubigen“ an.
Kraftvoll hoben Posaunen, Trompeten, Klarinetten und Querflöten an. Wer mochte, sang oder summte mit. „Wir sind die unverdrossenen Fans“ freuten sich Pfarrerin Michaela Deichl und Patrick Minkus über das Zusammenkommen. Bei „Oh du fröhliche“ sangen die Besucher aus voller Kehle mit. Mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ endete die erste der insgesamt sieben Stationen, an denen die Trachtenkapelle an diesem Weihnachtsmittag spielte.
Vor dem Friseursalon „Haarwerk“ fanden die Musiker sicheren Unterschlupf. Gut geschützt, legten sie mit ihren Liedern los. Die umliegenden Straßen wurden vertrauten Melodien wie „Fröhliche Weihnachten überall“, „Tochter Zion“ und „Stille Nacht“ erfüllt.
Auch hier kamen Anwohner und sangen fröhlich mit. Auf den Balkon ringsum und hinter den Fenstern lauschten die Anwohner den festlichen Klängen. Da konnten die Weihnachtsvorbereitungen kurz ruhen. Sich eine Auszeit nehmen, um das Spielen zu hören. Klein und groß horchten den wunderbaren Klängen.
Auf der Route der der Musiker lagen Haltepunkte in Dilsberg, Dilsbergerhof und der Rainbach. Überall sorgten die Musikerinnen und Musiker für fröhliche und dankbare Gesichter. Andächtige Stimmung verbreitete sich im Nu. Für jede Station hielt der Musikverein eine eigene „Setlist“ bereit. Wer an mehreren Stationen dabei war, kam in den Genuss verschiedener Stücke.
Oberhalb der Grundschule wurden die Musiker schon erwartet. „Süßer die Glocken“ und „O, du fröhliche“ erklang es weit ins Tal und bis zum Blumenstrich hinauf.
Dilsberger und Besucher gaben einander herzliche Wünsche weiter. Und siehe da, der Regen machte eine Pause, was allen gut gelegen kam.
Wer kurze Zeit später mit dem Auto durch den Dilsbergerhof fuhr, wunderte sich über das bunte Treiben am Dorfbrunnen. Hier war was los!
Zum Händeschütteln und Umarmen bildete sich sogar eine Warteschlange. Gerührt von der Musik und den herzlichen Begegnungen, blitzte die ein oder andere Freudenträne in den Augen.
Im Ränkelweg brauchte es keinen Schirm mehr, was die Bewohner aber nur ihrem speziellen Draht zum Himmel zuschrieben.
Zu den Weihnachtswünschen boten Bewohner unterschiedliche Schnäpse zum „Aufwärmen“ an. Marillenbrand, Bärenwurz und Eierlikör standen bereit.
Zwei Stationen in der Rainbach standen zum Abschluss an. Am Mühlwald beglückten die Musiker mit dem bayrischen Klassiker „Andachtsjodler“, „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „In Bethlehem geboren“.
Egal wo sie sich mit ihren Instrumenten aufstellten, kamen Anwohner aus den Häusern und Wohnungen. Wem das Wetter zu unfreundlich anmutete, der hörte bequem vom Fenster aus zu. Auf den Balkonen stehend oder sitzend, war es ebenfalls möglich, sich an den Liedern zu erfreuen.
Letzter Halt des Musikvereins war die Rainbach mitten an der Ortstraße.
Verdutzte Autofahrer winkten im Vorbeifahren. Das Wünsche-Verteilen klappte auch hier.
„Frohe Weihnachten“, riefen die Musikerinnen und Musiker, sobald sie ihre Lieder gespielt hatten. Herzliche Grüße und Wünsche gaben die Gäste an allen Stationen einander weiter. Ob mit einem Händedruck, einer festen Umarmung, einem Küsschen auf die Wange, einem stillen Gruß – das Gefühl der Gemeinschaft berührte die Herzen.
Das „Weihnachtsliederspielen“ am Heiligabend blickt auf eine lange Tradition zurück. Wie lange es das schon gibt, das vermochte niemand so genau zu sagen. Vorstand Reinhard Greulich schätzte, dass es weit über 40 Jahre sein müssen.
Seither macht sich die Trachtenkapelle auf den Weg und beschenkt die Menschen mit feierlicher Musik. Für ein paar Minuten schufen sie auch in diesem Jahr Orte, an denen sich begegnet und gemeinsam der Weihnachtstag eröffnet wurde. Mit kräftigem Applaus wurden die Musiker belohnt.
T. Mbue
B. Sandra Rupp
Weihnachtsmeile Dilsberg
Weihnachtsmeile Dilsberg ließ die Bergfeste erstrahlen
Bericht von Dilsberg.de/ 18. Dezember 2023
Einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Region öffnete am 16. und 17. Dezember in Dilsberg seine Pforten. Bereits zum 18. Mal sorgten liebevoll geschmückte Stände und Häuser in der historischen Feste für pures Wohlfühlambiente. Wer durch den weihnachtlich beleuchteten Torbogen am Eingang schritt, fand sich in einer winterlich zauberhaften Meile wieder.
Bis zum katholischen Pfarrhof reihten sich bunte Stände aneinander. Geöffnete Keller luden die Gäste aus nah und fern zum Verweilen ein. Über 20 Aussteller aus dem Ort und der Region präsentierten handwerkliche Waren und ein umfangreiches kulinarisches Angebot. Neben der köstlichen Essensversorgung, die größtenteils durch die Dilsberger Vereine übernommen wurde, lockte eine breite Palette an Hand- und Holzwerkskunst verschiedenster Art: Wolle, Socken, Honig, Seifen, Schmuck und Kerzen. Musikalisch umrahmte der Musikverein mit Dirigent Walter Nußko mit stimmungsvollen Klängen wie „Tochter Zion“ und „Süßer die Glocken“. Genussvoll sangen die Besucher mit.
Am Samstagnachmittag nahmen auf dem mit Gästen komplett gefüllten Dorfplatz die Dilsberger Nachtwächter Aufstellung. Im Nachtwächter-Gewand, mit Laternen und Hellebarden stimmten sie ihren traditionellen Gesang an. „Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen, unsere Uhr hat vier geschlagen“, tönte es mit tiefer Stimme. Obernachtwächter Jürgen Maurer wünschte eine fröhliche und geruhsame Weihnachtszeit.
Maximilian Bernauer – Dilsberger Ortschaftsrat – übernahm stellvertretend für den Ortsvorsteher die Eröffnungsrede und begrüßte herzlich alle Gäste und die Vertreter der Politik. Bürgermeister Frank Volk, der Mückenlocher Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser und der Landtagsabgeordnete Hermino Katzenstein hatten sich eingefunden. Bernauer dankte den technischen Diensten der Stadt und den vielen Helfern und Helferinnen, die seit Monaten intensiv die Weihnachtsmeile vorbereitet hatten. „Genießen Sie die Atmosphäre der Burgfeste, stöbern Sie an den Ständen und kommen Sie ins Gespräch“, motivierte Bernauer die Besucher.
Bürgermeister Frank Volk zeigte seine Hochachtung vor dem, was in Dilsberg geboten wird. Sogar mit dem Wetter funktionierte es wunderbar an diesem Wochenende. „Nutzen Sie die Angebote der Vereine und der Kleingewerbe“, rief er auf und wünschte ebenfalls schöne Weihnachten. Den staunenden Kindern kündigte Maximilian Bernauer einen besonderen Gast an. Sie errieten schnell, dass es sich um den Nikolaus (Karlheinz Streib) handeln musste.
Es brauchte allerdings einige laute Rufe, bis er schwer beladen und außer Atem ankam. Auf seine Frage, ob denn jemand ein Gedicht vortragen möchte, meldete sich Mia-Maria mutig. Auswendig sagte sie „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“ auf und erntete Applaus. Dem Nikolaus gefiel es und er überreichte ihr ein Geschenk aus dem großen Sack, den er mitgebracht hatte.
Auch die andern Kinder bekamen kleine Geschenke verteilt. Denn in Dilsberg, so las der Nikolaus es aus seinem Buch auf Seite sieben laut vor, gibt es nur brave Kinder.
Auch als der „Shanty-Überraschungschor“ seinen kraftvollen Gesangsauftritt meisterte, stimmten Sangesfreudige mit ein.
Monika Nohe-Weinert, stellvertretende Ortsvorsteherin, warb für die nächsten Programmpunkte. So stand am Samstagabend ein Adventsgottesdienst mit dem „Barock-Ensemble“ auf dem Plan. Am Sonntag führten der Kindergarten eine Adventsandacht für Familien und die ChorYfeen auf dem Dorfplatz ein Weihnachtsliedersingen durch.
Sascha Böttcher
Sascha Böttcher
Wer sich auf den Weg machte, startete vor dem Burgtor. Auf dem Rosenplatz begrüßten Krippenfiguren die Besucher. Ihre Garage hatte Brigitte Uhrig in einen Mini-Markt mit Holzwaren verwandelt.
Mit dabei war dieses Jahr die Jugendherberge. Sabine Krieg und ihr Team freuten sich über Abnehmer der Germknödel und Bratäpfel. Zünftig ging mit Wikingerblut und Wildschweinbratwurst bei Familie Föhrenbach zu.
Im Haus der Föhrenbachs füllte feiner Duft die Räume. In Eigenfertigung hergestellte Seifen und Produkte aus Honig ließen sich die Besucher nicht entgehen.
Eine feine Schmuckauswahl ließ die Herzen von Perlenliebhabern höher schlagen. Im seinem Keller erwartete Markus Winter die Besucher zum besten Glühwein „in Town“. Auf den Bänken vor dem Keller lagen Decken zum Wärmen bereit. Gäste aus Aglasterhausen kehren alljährlich hier ein und genießen gute Gespräche.
Im Keller der Chocolaterie öffnete Kerstins Nähwerkstatt. Dort waren Taschen aus wiederverwendeten Stoffen zu bewundern. Ein Meer an Unikaten. Gleich nebenan hatten sich Paul und Gerd Fleischmann mit Selbstgebackenem und Glühwein eingerichtet.
In der Chocolaterie reichte Eva Hess alles rund um Brot, Schokoladen, Weine und Pralinen über die Theke. Ein wahres Genussangebot und im oberen Stockwerk die beliebte Weihnachtsausstellung. Gleich nebenan hatte die humanitäre Ukraine-Hilfe in blau-gelben Farben ihren Stand eingerichtet. Neben Waffeln, deftigem Borschtsch sorgten Selbstgebackenes und Gebasteltes für reichlich Spenden.
„Klaras Obst“ nahm das zweite Mal an der Meile teil. Mit Produkten aus der „Haskap“-Beere, die ursprünglich aus Sibirien stammt, verpasste sie der Meile einen Vitamin-Kick. Unter anderem mit Brotaufstrich, Sirup und Säften. Margots Crépes durfte natürlich nicht fehlen. Im kleinen Wagen, passte alles hinein.
Strahlende Gesichter bei der freiwilligen Feuerwehr. Mit Grillwürsten vom Wildschwein und Deftigem im Bauch musste niemanden hungrig weiterziehen. Ansteckende Gute Laune bekamen die Gäste gratis dazu.
Christina Kiefer und Ralf Gigerich bezeichneten ihren Stand als Gemischtwarenladen. Wollenes, Socken, Dilsberger Honig, Marmeladen und Schafpellets konnten hier erworben werden. Familie Bißmanns „Ideenstube“ hielt allerlei Holzverarbeitetes bereit.
Lustig ging es im Wagen des Fördervereins der evangelischen Kirche zu. Die Nachricht über die schmackhaften Fischbrötchen verbreitete sich in Windeseile. Heißer Eierlikör, Dampfnudeln, Pfälzer Saumagen, Linzertorte, Schlesischer Mohnkuchen und viele weitere Leckereien, aber auch Socken und Dilsberger Kunstkarten konnten erstanden werden. Bei Ortschaftsrätin Nohe-Weinert konnte man über Drechselarbeiten staunen. Auch Keramik und Wollenes waren auf dem Verkaufstisch zu finden.
In die Scum-Bar zog es nicht nur Freunde der See und des Shanty. An Bar und Feuer ließ es sich verweilen, den Seemannsliedern lauschen und mit Hochprozentigem aufwärmen.
Zum ersten Mal dabei: „Leutzbags“. Maike Leutz und Sebastian Längerer fielen mit ihrem Stand ins Auge. Bei den vielfältigen Taschen und Hundeaccessoires griffen die Gäste gerne zu. Wer erneut Hunger verspürte, erfreute sich am würzig feurigen Gyros des Tennisclubs.
Auch zum ersten Mal dabei: Familie Lauter aus Neckargemünd mit aus Wachsresten herstellten farbigen Kerzen. Sie freuten sich über das gute Geschäft. Für die Kinder hatten sie ein Edelstein-Suchaktion vorbereitet. Erst wurde der Edelstein aus der Kugel befreit und anschließend mit Namen bestimmt. Ganz aus dem Süden Deutschlands angereist, zeigte Ikonenmalerin Schwester Maria Natalie Winiger im katholischen Pfarrhaus ihre faszinierenden Arbeiten.
Thomas Schild vom Turnerbund reiste mit seiner Flammkuchen-Ape an. Dazu gab es die passende, weihnachtliche Getränkeauswahl. Eine Stand-Gemeinschaft mit dem 1. FC Dilsberg in bewährter Tradition.
Leckere Linsensuppe, süße Waffeln, feuriger Drachenfeuer-Glühwein und süffiger Kinderpunsch vom Dilberger Frauenchor „ChorYfeen“ fanden sich im katholischen Pfarrhof ebenso wie der Flohmarkt der Bücherei.
Sascha Böttcher
Im katholischen Pfarrhaus versorgte der katholische Kindergarten die Weihnachtsmarkt-Besucher mit Kaffee und Kuchen. Eine Etage höher bastelten die Kinder weihnachtliche Dekorationen.
Sascha Böttcher
Mit Illuminationen tauchte die Techniktruppe der Burgbühne die Gassen in farbiges Licht und schuf ein fabelhaftes Ambiente. Aufgestellte Feuertonnen und gemütliche Keller boten Platz zum Aufwärmen. Das im vergangenen Jahr erstmals eingerichtete Bus-Shuttle der Firma Mayer leistete beste Dienste und ermöglichte den Besuchern eine bequeme An- und Abreise zwischen Neckargemünd und Dilsberg.
Sascha Böttcher
Sascha Böttcher
Wer sich zu Fuß auf den Weg machen konnte, hatte ohnehin die besten Chancen, ohne längere Parkplatzsuche ans Ziel zu gelangen. Eine rundum gelungene Meile in leuchtender Burg-Atmosphäre. Zufriedene Standbetreiber und Organisatoren freuten sich über glückliche Gesichter bei Alt und Jung. Mit dem ein oder anderen Weihnachtsgeschenk im Gepäck genossen alle das weihnachtliche Treiben bis in die Abendstunden hinein.