Winter ade! Sommertagszug verabschiedete Winter und Schnee
Bericht von dilsberg.de 07. April 2025
Eine Tradition, die den Wechsel der Jahreszeiten feiert
Dilsberg machte sich bereit, den Winter zu vertreiben. Der Wind blies eisig am Sonntagmorgen, die Temperaturen kratzten am Gefrierpunkt. Das hielt aber niemanden ab, schon gar nicht die Kinder. Sie wollten dem Winter den letzten Schubs zu geben.
Mit geschmückten Stecken reihten sie sich im Burginnenhof auf. Jeder Stecken bekam eine Brezel: Vor dem Dilsberger Feuerwehrhaus bestückten die Dilsberger Nachtwächter jeden der bunten Stecken.
Die Jugendfeuerwehr machte sich ebenfalls bereit, sie begleitete den Sommertagszug und sorgte für Sicherheit. Auch Bürgermeister Seidel, Ortsvorsteher Andreas Erles und Ortschaftsräte ließen sich das Spektakel nicht entgehen und gaben das Startsignal.
Walter Nußko dirigierte die Musiker des Musikvereins, die fröhlich aufspielten, während sich der Zug allmählich in Bewegung setzte.
Der Weg führte die Obere Straße hinauf und die Untere Straße zurück. Laut singend und die Stecken schwingend riefen Kinder, Eltern, Geschwister und Großeltern den Frühling herbei. Beide Jahreszeiten liefen verkleidet mit, ein würdiger Abschied und freudiger Neubeginn.
Jung und Alt stimmten in bekannte Lieder ein: „Hänschen Klein“, „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ oder „Trarira, der Sommer, der ist da“.
Für den Winter bedeutete die Runde Abschiednehmen. Er durfte noch einmal allen winken und sich für die nächsten Monate zurückziehen.
Der Sommer warf schon einmal einen Blick in die Gassen, kräftig grün und mit farbigen Bänder geschmückt. Einige Kinder hatten ihre Stecken am Vortag im Katholischen Pfarrhaus gebastelt. Andere Stecken waren alt, erfüllten aber ihren Zweck.
Die Frühlingsfans wanderten aus der Feste hin zum Tuchbleichenplatz, wo sich die Kindergartenkinder neben dem alten Schneemann aufreihten. Denn ohne sie ging es nicht! „Wollt ihr helfen, den Winter zu vertreiben?“, riefen sie. Mit einem Frühlings-Rock’n’Roll sangen sie dem Winter, Matsch und Eis ein entschlossenes „Ade!“. Als die Kinder sicher waren, den Frühling angelockt zu haben, wurde es ernst.
Ortsvorsteher Andreas Erles dankte zunächst Kindern, Eltern und Gästen für ihre Unterstützung, ebenso der Feuerwehr und dem Musikverein. Dann gab er Assistent Klaus ein Zeichen und der schritt zur Tat. Alle Augen folgten ihm, als er den Schneemann mit sicherer Hand entzündete.
Sekunden später stand der arme Kerl in Flammen und zerfiel zu einem Häuflein Asche. „Jetzt ist er weg“, staunten die Kinder. Währenddessen sicherte die Dilsberger Jugendfeuerwehr den Bereich um den Schneemann. Mit Schlauch und Montur standen sie bereit, damit niemand zu Schaden kam, wenn der Winter sein Ende fand. Und löschten die Reste zur Sicherheit. In der Tuchbleichenhalle warteten Kaffee und Kuchen, serviert vom Musikverein. So lässt sich der Frühling begrüßen.
T. mbue
B. Sandra Rupp
Frauenpower auf der Bühne: Musikverein feierte die Frauen
Bericht von Dilsberg.de
5. April 2025
Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann. Das bisschen Haushalt kann so schlimm nicht sein, sagt mein Mann. Wie eine Frau sich überhaupt beklagen kann, ist unbegreiflich, sagt mein Mann!
Mit diesem ironischen Liedtext eines Schlagers von 1977 eröffnete der 1. Vorstand Reinhard Greulich den Abend und begrüßte die Gäste in der Dilsberger Graf-von-Lauffen-Halle.
Er sagte, dass dieses Lied zwar am heutigen Abend nicht auf dem Programm steht, es sich jedoch hervorragend als Einstieg für das diesjährige Frühlingskonzert unter dem Motto „Frauenpower“ eignet.
Mit dem Konzert wolle man an das „Jahr der Frau“ vor 50 Jahren erinnern. Die UNO-Generalversammlung deklarierte das Jahr 1975 damals weltweit zum „Jahr der Frau“.
Auch im Vereinsleben sind die Musikerinnen, Ehefrauen und Partnerinnen nicht mehr wegzudenken, stellen sie doch mittlerweile mehr als 1/3 der Aktiven sowie den Großteil des Vorstands.
Noch zu erwähnen: Das diesjährige Konzert ist ein Jubiläum! Es ist das 25. Frühlingskonzert unter der Leitung des Dirigenten Walter Nußko. Ein weiteres persönliches Jubiläum feierte der Posaunist Ernst Merdes, der an diesem Abend Geburtstag hatte.
Im Anschluss an das Geburtstagsständchen übernahmen die Moderatorinnen Valerie und Julia Maurer. Mit viel Witz und Charme führten die beiden durch das Programm und sorgten zu Beginn direkt für Stimmung, da sie hervorhoben, was “Frau” alles kann.
Frauen leben länger und gesünder, Frauen spekulieren besser an der Börse, Frauen sind die besseren Schuhkäufer, Frauen sind besser darin etwas im Kühlschrank zu finden. Und das sind nur ein paar Beispiele.
Das Publikum freute sich über ein Programm aus Musikstücken von und über starke Frauen. Das erste Stück: Die schwedische Sängerin Loreen erreichte mit dem Titel „Euphoria“ – Euphorie – beim Eurovision Song Contest 2012 in Baku den ersten Platz.
Weiter ging es mit „Highlights from Evita“. Das Medley stammt von dem bekannten Komponisten Sir Andrew Lloyd Webber. Er gilt als der erfolgreichste Musical-Komponist der Gegenwart. „Es muss nicht immer Polka sein“ ist ein Satz, den die Trachtenkapelle von ihrem Dirigenten nie zu hören bekommt und gleichermaßen der Titel des nächsten Liedes. Es beginnt als Walzer und endet, anders als der Titel vermuten lässt, dann doch in einer Polka.
Im ersten Gesangsstück des Abends begeisterte Anna Briesnitz mit gefühlvoller Stimme. “Gabriella’s Song” stammt aus dem bekannten schwedischen Kinofilm “Wie im Himmel”, der seit 2005 die Herzen der Menschen berührt.
Neben dem Medley „Barbies World“ und der Musik zu den knuffigen Miss-Marple-Filmen, durfte das Publikum im ersten Teil des Abends noch dem bekannten Stück „Du hast den Farbfilm vergessen“ lauschen. Live und in Farbe erfüllte die ausdrucksstarke Stimme von Yvonne Kloß die Halle.
Nach der Pause erklang „Highlights from Cats“ von Andrew Lloyd Webber. Das Solo im Mittelteil des Medleys spielte der junge Musiker Jannik Jacobs, der mit seinen sanften Tönen am Flügelhorn wohl die ein oder andere Träne im Publikum hervorrief.
„Für Tina“ – ein Stück, das eigentlich „Für Tanja“ heißt, wurde vom Dirigenten kurzerhand umbenannt und auf jedem Notenblatt der Titel angepasst. Da sich das Stück ja schon „Für Tina“ nennt, übernahm Tina Maurer am Tenorhorn gemeinsam mit ihrem Cousin Marius Maurer das Solo.
Im nächsten Stück spielte der Musikverein den Soundtrack aus dem gleichnamigen Disney Film „Mulan“. Julia Maurer lud die Gäste dazu ein, sich mit auf die Reise von Mulan zu begeben und sich von der Percussion-Crew in Abenteuerstimmung versetzen zu lassen. Es folgte die „Elisabeth Serenade“ mit den Sollistinnen Anna Briesnitz und Melanie Kreß an der Querflöte.
Auch der Titelsong „The Last Unicorn“ des gleichnamigen Films mit der Solistin Nora Endrich am Saxophon konnte überzeugen. Die lieblichen Stimmen von Anna Briesnitz und Yvonne Kloß umrahmten das Stück perfekt.
Beim Thema Frauenpower darf eine Musik-Ikone natürlich nicht fehlen. Mit dem Medley „Simply the Best“ spielte der Musikverein vier Welthits von Tina Turner: Simply the Best, I Don’t Wanna Lose You, We Don’t Need Another Hero und Private Dancer.
Hörst du es nicht, wie die Zeit vergeht. Das Konzert neigte sich dem Ende und mit dem getragenen Stück „Heast as net“ zeigten die Sängerinnen Anna Briesnitz und Yvonne Kloß noch einmal ihr Können. Noch während sie sangen, rief das Publikum nach Zugaben. Zunächst wurde jedoch noch die Polka „Eine letzte Runde“ dargeboten.
Nach großem Applaus spielten die Musiker als Zugabe noch einmal das Stück „Heast as net“ sowie den Klassiker „Thank You for the Music“ von ABBA. Maxi Jacobs sorgte wie schon in den letzten Jahren für den guten Klang in der Halle.
Ein großer Dank gilt dem Helferteam des Sportschützenvereins, das in der Küche wirbelte sowie dem Team hinter der Bar, das die Gäste und vor allem die Musiker bis in die späten Stunden mit Getränken versorgte.
Am vergangenen Sonntag stand für den Musikverein Trachtenkapelle die Jahreshauptversammlung in der Tuchbleichenhalle an.
Der 1. Vorstand Reinhard Greulich begrüßte alle Mitglieder und Freunde des Musikvereins und stieg in die Programmpunkte ein.
Nach der Totenehrung, bei der an alle verstorbenen Vereinsmitglieder und Angehörige mit dem Lied “ Ich hatte einen Kameraden“ gedacht wurde, begann der Vorstand mit einem kurzen Rückblick über das vergangene Jahr.
Besondere Erwähnung fand hier die Begleitung der Nachtwächter zu Neujahr, das gelungene und sonnige Grillfest am 01. Mai, und das traditionelle Weihnachtsliederspielen an Heiligabend. Nach einem kurzen Ausblick auf das kommende Jahr nutzte Reinhard die Gelegenheit und dankte allen Musikern und deren Partner, allen Helfern, der Orts- und Stadtverwaltung und natürlich dem Dirigenten der Kapelle, Walter Nußko.
Er schloss seine Rede mit einem Update zu der aktuellen Mitgliederzahl von 191 Personen, wovon 35 aktive Musiker und Musikerinnen sind.
Als nächstes stand ein kurzer Bericht des Dirigenten an. Walter Nußko betonte die geringe Fehlquote bei den Musikproben und freut sich jede Woche über ein „volles Haus“. Auch er dankte nochmal ganz besonders den Musiker*innen und der Vorstandschaft.
Für die Entlastung der gesamten Vorstandschaft und die Wahldurchführung des 1. Vorsitzes musste der anwesende Ortsvorsteher Andreas Erles ran. Er nutze die Gelegenheit und richtete Grüße des Bürgermeisters aus, der leider wegen eines Paralleltermins verhindert war. Außerdem sprach er seinen Dank aus, für alle Auftritte die wir immer wie selbstverständlich im Ort spielen. Die Vorstandschaft wurde im Anschluss an die Grußworte einstimmig entlastet.
Als nächster Punkt standen Ehrungen des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar e.v. an. Hierzu durfte der Musikverein die Verbandsdirigentin Finja Nagel und der Ehrenvorsitzende Helmut Spannagel begrüßen.
Nach ein paar einleitenden Worten von Frau Nagel schloss sie mit dem Zitat „Musik ist die Sprache die jeder versteht“ und ging zu den Ehrungen über. Die Nadel in Gold mit Diamant für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten in diesem Jahr Nora Endrich und Ralph Ziegler.
Bei den anstehenden Wahlen für dieses Jahr freuen wir uns darüber, dass Reinhard Greulich erneut zum 1. Vorstand des Musikvereins gewählt wurde. Als Hauptkassiererinnen werden Valerie und Julia Maurer und als Schriftführerin Yvonne Kloß weiterhin unterstützen. Auch die Wahl der Jugendleitung konnte dieses Jahr neu mit Annika Heinzelmann besetzt werden, die auch die anstehende Blockflötenausbildung übernehmen wird. Die aktiven Vorstandsmitglieder sind mit Tina Maurer, Volker Ohlhauser, Dorothea Jacobs, Anna Briesnitz und Andreas Link weiterhin im Amt und auch Regina Watzelt begleitet die Vorstandschaft weiterhin als passives Mitglied. Die zwei Kassenprüfer Karlheinz Streib und Petra Ohlhauser werden auch zukünftig die Hauptkassiererinnen unterstützen.
Der letzte Punkt „Verschiedenes“ auf der Jahreshauptversammlung wurde vom 1. Vorsitzenden Reinhard Greulich genutzt, um Nora Endrich zu danken, die nach 13 Jahren der Kassenführung in der Hallengemeinschaft Tuchbleiche das Amt abgibt. Er überreichte einen Gutschein und erwähnte, dass das gekaufte Blumengesteck sich bei bester Gesundheit bei sich Zuhause in Eschelbronn erfreut und selbstverständlich in der Probe am darauffolgenden Tag nachgereicht wird.
Gegen 16 Uhr endete die Versammlung nach ein paar weiteren Stücken des Musikvereins mit anschließendem Kaffee und Kuchen für alle Anwesenden
Probewochenende
Am vergangenen Wochenende hieß es für alle Musiker runter von der Couch, Instrumente einpacken und ab zum Probewochenende.
Am Samstag um 14 Uhr wurde das erste Stück aufgelegt. Nach 2h Probepower war eine kleine Kaffeepause eingeplant. Nach selbstgebackenem Kuchen und frisch gekochtem Kaffee ging es gestärkt in Runde 2.
Gegen 18 Uhr war Tag 1 zu Ende und es konnten viele Stücke angespielt und einzelne Parts in Länge geprobt werden.
Am Sonntagmorgen ab 10 Uhr startete der 2. Tag. Geprobt wurde bis um kurz vor 12, bis die frisch dampfende Pizza vom Lieferservice eintraf. Von Vegetarisch über Tunfisch und Salami war für jeden etwas dabei und es wurden Geschichten, Witze und Neuigkeiten ausgetauscht.
Nachdem alle Bäuche gefüllt und auch die Kuchenreste vom Vortag vertilgt waren ging die Probe weiter. Die Stimmenverteilung wurde final geklärt und es wurden so manche neue Einfälle ausprobiert.
Gegen 15Uhr endete das Probewochenende und es waren sich alle sicher. Dieses Wochenende hatten wir viel durchproben können und sind definitiv einen guten Schritt weiter Richtung Konzert gekommen!
Sie sind neugierig, was wir alles geprobt haben? Dann schauen Sie doch einfach am 05. April auf unserem Konzert vorbei! Der Kartenverkauf startet in Kürze.
Bericht und Bilder Annika Heinzelmann
Seniorenfeier mit Überraschungen und viel Ehre
Bericht von Dilsberg.de / 17.Februar
Am Sonntag fand in der Graf-von-Lauffen-Halle in Dilsberg der beliebte jährliche Seniorentag für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ab 65 statt. Bei einer einladenden Atmosphäre versammelten sich zahlreiche Gäste, um gemeinsam einen geselligen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu verbringen. Leider mussten dieses Mal doch einige Geladene wegen grippalen Infekten absagen.
Traditionell wird die Veranstaltung von den Dilsberger Ortschaftsräten organisiert, die fleißig Kuchen backen und höchstpersönlich ihre Gäste bewirten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der ehemalige Dilsberger Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann für herausragende ehrenamtliche Aktivitäten geehrt. Hilfreiche Ratschläge und Tipps zum Thema „Medizinischer Notfall“ gab Steffen Hoffmann vom Malteser Hilfsdienst. Er erklärte alles Wichtige zum Hausnotruf, den Einsatzbereichen und Anwendungsmöglichkeiten. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag vom Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg.
Schon seit vielen Jahren währt in Dilsberg die schöne Tradition der Seniorenfeier. Schnell füllten sich die Plätze an den mit bunten Primeln eingedeckten Tischen. Im Hintergrund beluden fleißige Mitglieder des Ortschaftsrates die Servierwagen mit allerlei köstlichen Kuchen, der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee schwebte durch die Halle. Die einladende Atmosphäre und die munteren Klänge der engagiert aufspielenden Trachtenkapelle ließen bei allen Anwesenden die Vorfreude auf das Programm steigen.
Und pünktlich um 14.30 Uhr ging es dann auch los. Mit herzlichen Worten begrüßte Ortsvorsteher Andreas Erles alle Gäste und Redner und betonte sein Bedauern, dass einige erkrankte Seniorinnen und Senioren nicht teilnehmen konnten. „Die jährliche Feier zu Ehren unserer älteren Mitbürger ist eine süße Tradtion, ein Markenzeichen mit Herz und einem großen Gemeinschaftsgefühl“, betonte Erles. Schmunzelnd fügte er hinzu, dass man künftig das Fest in eine „Junggebliebenenfeier“ umwidmen könne, was mit Lachern und murmelnder Zustimmung quittiert wurde.
Danach ergriff der Neckargemünder Bürgermeister Jan Peter Seidel das Wort. „Die ehrenamtliche Tatkraft gereicht dem Dilsberg schon immer zur Ehre“, erklärte er bewundernd. Und versprach sodann für die Feuerwehr eine vollwertige, wenngleich zunächst provisorische Bleibe auf der Tuchbleiche. Außerdem kündigte er an, dass die Volksbank Neckartal-Stiftung schon in diesem Jahr einen VW Caddy stiftet, der seine Bestimmung als Bürgermobil auf dem Dilsberg finden wird. Das Bürgermobil richtet sich an ältere Menschen, die kein eigenes Auto haben oder es aus gesundheitlichen Gründen nicht fahren können. Das Bürgermobil fährt dann z.B. zum Einkaufen und zu Arztbesuchen. Ehrenamtliche Bürger:innen fahren das Bürgermobil dann gebührenfrei zu den Terminen.
Nun war Pastoralreferent Tobias Bartole an der Reihe, die Gäste herzlich zu begrüßen. Statt biblischer Worte wählte er das Gedicht von Erich Kästner: „Keiner blickt dir hinter das Gesicht“ und zitierte die „Fassung für Kleinmütige“, die wie folgt beginnt: „Niemand weiß wie reich du bist… Freilich mein ich keine Wertpapiere, keine Villen, Autos und Klaviere und was sonst sehr teuer ist, wenn ich hier von Reichtum referiere“ und in der zweiten Strophe die Erklärung bietet: „Nicht den Reichtum, den man sieht und versteuert, will ich jetzt empfehlen. Es gibt Werte, die kann keiner zählen, selbst wenn er die Wurzel zieht. Und kein Dieb kann diesen Reichtum stehlen. Denn im Herzen ist viel Platz, und es ist wie eine Wundertüte.“ Lyrisch und seelisch dermaßen gestärkt war es nun an der Zeit für süße kulinarische Darbietungen. Etwa 50 köstliche Kuchen und Torten fuhren auf dem Servierwagen immer wieder an den Tischreihen vorbei.
Von saftigem Apfelkuchen über Käse- und Mamorkuchen und bis hin zu köstlichen Torten war für jeden Geschmack etwas dabei. Ortschaftsräte und -rätinnen und deren Partner und Partnerinnen verteilten Stücke in allen Größen und Geschmäckern. „Dies steht der feinsten Konditorei in nichts nach“, bewunderte eine Besucherin die leckere Auswahl. Selbstverständlich durfte und sollte auch mehrmals zugegriffen werden.
Die Feier bot nicht nur eine Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken und den munteren Klängen der Kapelle zu lauschen, sondern auch, alte Bekannte zu treffen und neue Freundschaften zu schließen. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich über ihre Hobbys, Reisen und die neuesten Nachrichten auszutauschen.
Gut gestärkt konnte es mit dem Programm weitergehen. Ortsvorsteher Erles kündigte gleich zwei Überraschungspräsente an und bat dazu Reinhard Greulich, Erster Vorsitzende des Musikvereins Trachtenkapelle Dislberg, von der Bühne auf das Podest. Strahlend erklärte Greulich, dass es sich bei dem ungewöhnlichen Geschenk um zwei original nachgebaute Holz-Modelle der beiden Kirchen in Dilsberg handelt. Welch‘ ein schönes Symbol der ökumenischen Verbundenheit. Der Erschaffer der beiden Modellkirchen ist Rudi Eisentraut, Mitglied der Trachtenkapelle und Möbelschreinermeister aus Eschelbronn. Die Orstverwaltung bedankte sich herzlich mit einer großen Packung Dilsberger Pralinen. Noch verhüllten zwei weiße Schals die beiden Kunstwerke.
Unter bewundernden „Oh und Ah“ wurden die beiden Modellkirchen sodann enthüllt und alle konnten sich davon überzeugen, wie gelungen, echt und nahezu maßstabsgetreu die katholische und evangelische Kirche sich präsentierten. Bernhard Hoffmann war es, der die fertigen Modelle mit kunstgerechter Bemalung verzierte. Die zwei Modelle dienen künftig als Spendenkasse in den jeweiligen Kirchen.
Nun folgte die zweite große Überraschung des Nachmittags. Ehrengast Bernhard Hoffmann, langjähriger Dilsberger Ortsvorsteher von 2009 bis 2019, durfte sich in das Goldene Buch von Dilsberg eintragen. „Heute drücken wir unseren tief empfundenen Dank und unsere höchste Anerkennung für sein langjähriges und herausragendes Engagement für unsere Gemeinde aus“, betonte Andreas Erles. Bernhard Hoffmann sei eine Persönlichkeit, die in Dilsberg tiefe Spuren hinterlassen habe. „Seine Amtszeit war geprägt von Weitblick, von der Fähigkeit, Menschen zusammenzuführen und von einem unerschütterlichen Glauben an die Stärke der Gemeinschaft“, führte Erles aus. Als langjähriger 1. Vorsitzender vom Turnerbund Dilsberg und Mitglied in vielen Vereinen hatte Bernhard Hoffmann sein Ohr am Dilsberger Geschehen. „Bernhard hat zu seiner Zeit schon weitreichende Visionen gehabt. Im touristischen Bereich ist es ihm zu verdanken, dass Dilsberg ein klug durchdachtes und umfangreiches Hinweis- und Beschilderungssystem für die Besucher der Feste hat. In seine Amtszeit fiel auch die 800 Jahr-Feier der Gemeinde Dilsberg, deren Planung und Durchführung ein extremer Kraftakt sowie eine logistische Meisterleistung war. Neben seinen Ämtern und ehrenamtlichen Tätigkeiten ist Bernhard Hoffmann ein begnadeter Künstler.
Mit seinen Werken bereichert er „nicht nur das kulturelle Leben in unserer Region, sondern hinterlässt auch bleibende Eindrücke, die über die Zeit hinaus Bestand haben“ sagte Erles begeistert und dankte seiner „tollen Frau Gabi“ mit einem großen Blumenstrauß. Mit den Worten „Bernhard ist ein Vorreiter und Visionär“ schloss Erles seinen warmherzigen Redebeitrag.
Nach der Unterzeichnung seines Beitrages im Goldenen Buch dankte Hoffmann für die ihm erwiesene Ehre, sich in das von ihm im Jahr 2009 begonnene Goldene Buch eintragen zu dürfen. Mit bewegenden Worten bedankte er sich auch bei den „lieben Menschen vom Dilsberg“ ebenso wie bei seiner Frau, die ihn immer unterstützt und gestärkt, aber auch hin und wieder „eingebremst“ habe. Er schilderte seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit u.a. als Vorsitzender des Turnerbundes und dankte allen, die ihn dabei begleitet haben. Durch seine Tätigkeit bei der Sparkasse kam die Familie Hoffmann 1973 auf den schönen Berg, wurde von den „wunderbaren Menschen“ aufgenommen und blieb.
Ein weiterer Programmpunkt folgte: Es war eher ein Zufall, dass Bernhard Hoffmanns Sohn Steffen vom Ortschaftsrat gebeten wurde, im Rahmen der Feier etwas zum Umgang in medizinischen Notfällen ausführte. Denn Steffen Hoffmann ist seit vielen Jahren im Rettungsdienst tätig und derzeit verantwortlich für die Rettungswachen des Malteser-Hilfswerkes in unserer Region. Einige seiner lebenswichtigen Hinweise möchten wir gerne an dieser Stelle nennen: Bei gewöhnlichen Krankheitsfällen am Wochenende, wenn keine hausärztliche Versorgung angeboten ist, kann unter der Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl) eine Telefonzentrale erreicht werden, die einen nächstgelegenen ärztlichen Bereitschaftsdienst vermittelt oder auch einen Notarzt vorbeischickt. Bei gravierenden gesundheitlichen Problemen ist die Integrierte Leitstelle über die europaweit einheitliche Telefonnummer 112 anzurufen, die dann einen Rettungsdienst zur Anfahrt beim Patienten beauftragt.
Nach einer erneuten Runde schwungvoller Musik wurden die ältesten und jüngsten Besucher mit einem kleinen Präsent beschert. Die Ortschaftsräte Thomas Ruf und Monika Nohe-Weinert übernahmen die schöne Aufgabe. Die ältesten Senioren waren Bärbel Beisel und Kurt Heger.
Auch die Jüngsten – Ingrid Schmitt und Marcus-Peter Firmanti – erhielten eine schöne Aufmerksamkeit.
Ortsvorsteher Erles bat schließlich die Mitglieder des Ortschaftsrates und ihre Angehörigen zur Bühne, die dieses Fest mit ihren Kuchen und der Bewirtung möglich gemacht haben. Ihnen wurde mit einem kräftigen Applaus gedankt.
Mit dem Absingen des Badnerliedes, einschließlich der speziellen Dilsberger Strophe und dem Dank des Ortsvorstehers an alle, die dieses Fest ermöglicht haben, ging dann das diesjährige „Fest für Junggebliebene“ zu Ende. „Mir hat es sehr gut gefallen“, lobte eine Dame. „Und es gab dabei auch viel zu lernen.“ Es ist schön zu sehen, wie solche wichtigen Veranstaltungen dazu beitragen, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den älteren Menschen in unserer Gemeinde eine Plattform zu bieten, um sich auszutauschen und zu vernetzen.
Text: Steffanie Richter, Walter Berroth Bilder: Sandra Rupp
Dilsberger Nachtwächter begrüßen das neue Jahr
Bericht von Dilsberg.de/ 02. Januar 2025
Wenn im Dilsberger Rathaus in der Silvesternacht zu später Stunde die Lichter angehen, beginnen die letzten Vorbereitungen der Nachtwächter vor ihrem großen Auftritt.
Obwohl die Mannen sich der Tradition verpflichtet fühlen, herrscht eine gelöste und positive Stimmung. Es wird noch einmal der genaue Ablauf besprochen und das Nachtwächterlied „Hört ihr Leut und lasst euch sagen“ vorab angestimmt.
Kurz vor Mitternacht ziehen die Männer los Richtung Torturm, unter dem sich bereits zahlreiche Besucher versammelt haben. Auch die Musiker des Musikvereins Trachtenkapelle Dilsberg mit ihrem Dirigenten Walter Nussko stehen bereit, um die liebegewonnene Tradition des Nachtwächterumzugs musikalisch zu begleiten.
Dann ist es endlich soweit. Beim Schlag der Glocken um Mitternacht setzt Dorfwaibel Jens Heinzelmann das große Nachtwächterhorn an. Nach zwölf kräftigen Tönen stimmen die Nachtwächter: „Hört ihr Leut und lasst euch sagen, das alte Jahr ist vergangen, das neue hat angefangen“, an.
Danach setzt der Musikverein traditionell mit „Großer Gott wir loben dich“ ein. Im Anschluss erschallt das gutgemeinte „Prost Neujahr“ und Nachtwächter wie Musiker und Besucher wünschen sich alles Gute für das Jahr 2025.
Da der Händedruck der Nachtwächter Glück bringen soll, war er auch in diesem Jahr wieder heiß begehrt. Dieses Ritual wiederholte sich noch vier Mal beim Rundgang durch die nächtlichen Dilsberger Gassen.
Nach der letzten Station bedankte sich Obernachtwächter Jürgen Maurer bei den Gästen. „Sie tragen mit Ihrem Kommen dazu bei, dass diese schöne Tradition erhalten bleibt und mit Leben gefüllt wird. Ebenso gilt ein besonderer Dank den Musikern der Trachtenkapelle für die Unterstützung. Es ist bestimmt nicht selbstverständlich, alle Jahre wieder zu einem solchen Termin, und auch noch so zahlreich, bereit zu stehen“. Er wies auf das anstehende Zunfttreffen der baden-würrtembergischen Nachtwächter-und Türmerzunft hin, das in diesem Jahr am 10. und 11. Mai auf dem Dilsberg stattfindet.
Im Anschluss ergriff Ortschaftsrat Jan Enss, der für den im Urlaub weilenden Ortsvorsteher Andreas Erles eingesprungen war, das Wort. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei der Bevölkerung vorzustellen und fand lobende Worte für den Dilsberg im allgemeinen und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern.
Text: Annette/Jürgen Maurer Bilder: U. Hoffmann, privat
Traditionelles Weihnachtsliederspielen mit Andacht: Zeit für das Wunder
Bericht von Dilsberg.de/ 25. Dezember 2024
Eine gut gehütete Dilsberger Tradition: das Weihnachtsliederspielen an Heiligabend. An sieben Stationen bringt die Trachtenkapelle Dilsberg weihnachtliche Klänge zu den Menschen. Der Auftakt fand in der Feste auf dem Dorfplatz statt. Walter Nußko dirigierte die Musikerinnen und Musiker, deren Nikolausmützen in den letzten morgendlichen Nebelfäden leuchteten, die noch durch die Gassen wehten.
Wer noch nicht in Weihnachtsstimmung war, konnte mitsingen. Danach wünscht man sich Frohe Weihnachten. Anwohner und Gäste umarmten sich, schüttelten die Hände oder nickten sich freundlich zu.
Im Ringweg ging es weiter. Auch hier kamen Menschen zusammen und lauschten den Klängen.
Die Töne der Blasmusiker drangen bis zur Kleingemünder Seite. Spaziergänger staunten und blickten in die Richtung, aus der die Musik erklang. Sie entdeckten rote Mützen, die über die Straße huschten.
Der Musikverein spielte in Rainbach an zwei Orten: im Mühlweg und direkt in der Ortsdurchfahrt. Auch hier grüßten die Musiker die Bewohner und überbrachten ihre Wünsche.
Am Pflug fanden sich die „Hefemer“ ein. An der kleinen Kreuzung beim Brunnen feierte der Dilsberger Hof das Weihnachtsspielen.
Zurück im Neuhof und auf dem Anwesen der Familie Christ versammelte sich zwar nur eine kleine Gruppe, doch auf den Balkonen der umliegenden Häuser standen Fenster und Türen offen. Die Musik drang in die Häuser und Herzen.
Die Musiker verbreiteten an jeder Station gute Laune, ihre Heiligabendreise dauerte über drei Stunden. Für die Menschen im Ort war es eine schöne Geste, Weihnachten zu ihnen zu bringen. An der letzten Station, dem Pausenhof der Grundschule, versammelten sich über 120 Menschen.
Nicht nur der heiße Apfelsaft und der Glühwein, den der Verein Dilsberg Aktiv ausschenkte, lockten sie an. Nein, Pfarrerin Michaela Deichl hielt dort eine Andacht. Die Gemeinde sang von den verteilten Liedblättern „Tochter Zion“, „O du Fröhliche“ und „Stille Nacht“.
Eine alte Erzählung mahnt: „Fürchtet euch nicht!“ Daran erinnern wir uns jedes Jahr, begann Michaela Deichl. Im Gebet bitten die Menschen darum, dass ihre Herzen und Seelen leuchten. „Lass unser Leben weihnachtlich werden“, sagte Michaela Deichl. Sie freute sich über die Dilsberger und ihre Gäste, die einander herzlich verbunden sind und auf dem Schulhof die Geschichte des Wunders hörten. In einer technikgeprägten Zeit richten wir unseren Blick auf Weihnachten. Wir kommen zur Ruhe und lassen Gefühle aufleben, die im Jahreslauf verstaubten. Weihnachten schenkt uns einen klaren Blick auf das Leben: jedes Jahr neu. Es ruft laut: Friede auf Erden!
Kirchenälteste Annette Maurer und Pfarrerin Michaela Deichl lasen die Fürbitten. „Wir fürchten uns nicht, denn du schenkst uns Licht“, antwortete die Gemeinde zwischen den Fürbitten. „Es ist eine schöne Tradition, dass wir uns mittags an verschiedenen Orten versammeln, um den festlichen Klängen der Trachtenkapelle zu lauschen“, sagte Thomas Ruf. Der stellvertretende Ortsvorsteher hob die Kraft der Gemeinschaft hervor, die angesichts der Ereignisse in Magdeburg besonders wichtig ist. Er rief zum Innehalten, Gedenken und zur Solidarität auf. Musik verbindet Generationen und überwindet Sorgen.
Glühwein, warmer Apfelsaft mit oder ohne Schuss schenkten Mitglieder des Vereins Dilsberg Aktiv aus. Simone Schieler und Lui Jakob versorgten die Menschen mit Getränken. Der ehemalige Ortsvorsteher Karlheinz Streib half ebenfalls mit.
Thomas Ruf dankte den Musikern unter der Leitung von Walter Nußko, die jedes Jahr an Heiligabend ihre Zeit schenken, um die Tradition im Ort zu bewahren und Vorstand Reinhard Greulich. Er lud dazu ein, bei einem heißen Getränk die gemeinsame Zeit zu genießen. Er wünschte ein gesegnetes Weihnachtsfest, Frieden im Herzen und für das kommende Jahr viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.
T. mbue
B. Sandra Rupp, BZ, Privat
Dilsberger Weihnachtsmeile – Besucher strömten in die Feste
Bericht von Dilsberg.de/ 16.Dezemberber 2024
Was für ein Wochenende! Es zählte niemand am Eingangstor, doch die Dilsberger Weihnachtsmeile erreichte wohl einen neuen Besucherrekord.
Ob Shanty Chor, Kindergartenaufführung, -Singspiel, Nachtwächteransprache, Weihnachtsliedersingen mit den ChorYfeen, Groove-Night-Sound mit der Band „Unexpected“, Nikolaus- und Christkind-Besuch, Filzen, Keramikmalen und Edelsteine suchen… Aktionen ohne Ende waren geboten. Doch von vor
Was für ein Wochenende! Es zählte niemand am Eingangstor, doch die Dilsberger Weihnachtsmeile erreichte wohl einen neuen Besucherrekord.
Ob Shanty Chor, Kindergartenaufführung, Kinderchor-Singspiel, Nachtwächteransprache, Weihnachtsliedersingen mit den ChorYfeen, Groove-Night-Sound mit der Band „Unexpected“, Nikolaus- und Christkind-Besuch, Filzen, Keramikmalen und Edelsteine suchen… Aktionen ohne Ende waren geboten. Doch von vorn!
Wer nach Dilsberg reiste, freute sich über den Shuttlebus der Firma Mayer, der regelmäßig eine bequeme An- und Abfahrt zur Bergfeste bot. Die Besucher parkten entspannt in Neckargemünd und ersparten sich die mühsame Parkplatzsuche.
Das gelang hervorragend. Die Weihnachtsmeilenfans versammelten sich vor dem Tor am Stand von Mario und Fabian Nahun. Sie boten ihre hochwertige Fotokunst auf Postkarten, T-Shirts, Kalendern und Magneten an. Daneben standen die Krippenfiguren und begrüßten die Passanten.
Gegenüber öffnete Brigitte Uhrig ihre Garagentore und verwandelte den Raum in eine skandinavische Weihnachtshöhle. Handwerkskunst aus Schweden und Finnland bot eine bunte Auswahl für Geschenkesucher, die hier bereits ihre Taschen füllten.
In Feste präsentierte Nicole Lehr ihre Energetics-Schmuckwaren: besondere Steine und Ketten für Wellness und Wohlbefinden. Das Team der Jugendherberge förderte echte Gemeinschaft. Alt und Jung wärmten sich am Feuer, erzählten Geschichten und genossen Stockbrot und Pulled-Pork-Burger.
Filzfreunde konnten selbst aktiv werden und aus Schafwolle Garn spinnen. Ein wunderbares Geschenk und spontan neu erlernte Fähigkeit. Familie Föhrenbach und ihr Team servierten draußen Wildschweinwurst und Getränke.
Im schönen Fachwerkhaus, einst die Dilsberger Keramik, duftete es herrlich nach Seifen und Bienenwachs. Naturkosmetikliebhaber kamen voll auf ihre Kosten und testeten Handcremes. Auf Lisia Föhrenbachs Stand funkelte Perlenschmuck, hochwertig und ideal für den Gabentisch.
Markus Winters gemütlicher Keller empfing die Gäste herzlich. Drinnen und auf den Bänken davor gönnten sie sich eine willkommene Pause, bevor sie den Anstieg fortsetzten. Familie Xu bot handgefertigte Keramik an: Kerzenständer, dekorative Weihnachtsstücke. Sie luden die Besucher ein, selbst aktiv zu werden und Keramik zu bemalen.
Im Keller der Chocolaterie, während oben die Weihnachtsausstellung lief, schenkten Paul und Gerd Fleischmann Glühwein aus. Chili con Kürbis lud zum Aufwärmen ein. Vor dem Gasthaus Zur Sonne bot die Ukrainehilfe Heidelberg selbstgebackene Köstlichkeiten an.
Mit leuchtenden Augen schlenderten die Besucher durch die historischen Gassen. Klaras Obst war zum dritten Mal dabei. Das Gute liegt so nah! Wer seine Vitaminreserven auffrischen wollte, wurde hier fündig: Ob als Brotaufstrich oder Saft, die Haskap-Beere, auch blaue Heckenkirsche genannt, bietet Vitamin C pur.
Lederkunst, und jedes Schmuckstück erzählte eine Geschichte. Es bereitete Freude, zu verweilen, sich niederzulassen und die Begegnungen zu genießen. Bei „Margot“ lockten süße Crêpes.
Die freiwillige Feuerwehr Abt. Dilsberg und die Nachtwächter empfingen mit herzhaften Speisen und Getränken. Zwischen den Hütten versammelten sich rasch viele Besucher an den Tischen, um Geschenkideen und Jahresrückblicke auszutauschen.
In Bißmanns Garage fanden Groß und Klein hübsche Deko- und Geschenkartikel, die Taschen füllten sich schnell mit passenden Geschenken.
Der Förderverein der evangelischen Kirche war jetzt genau das Richtige: Fischbrötchen, Gemüsesuppe, Kuchen und Getränke. Eine willkommenes Auftankangebot. Weiter ging es dann zu Monika Nohe-Weinert mit Keramik, Drechselprodukten und handgestrickten Socken.
Im Saloon ging es heiß und heldenhaft zu: Besucher würfelten um ihren Drink und genossen die Lagerfeueratmosphäre. Colts zogen sie selten, stattdessen posierten sie als Heilige Familie. So manches Erlebnis prägte sich hier ins Langzeitgedächtnis ein.
Maike Leutz und Sebastian Längerer boten feste Stoffwaren an: Taschen, Beutel, Schlüsselanhänger, Kosmetiktäschchen und mehr ließen die Herzen der Fans von Selbstgenähtem höher schlagen. Am nächsten Stand ging es weiter: Christina Kiefer und Ralf Gigerich präsentierten gestrickte Stulpen, Schals und Socken – natürlich aus Dilsberger Schafwolle. Die Schäferin hatte ihr Spinnrad dabei und zeigte, wie Wolle zu Garn wird. Auch Honig und Marmeladen fanden dankbare Abnehmer.
Im Pfarrhof bot sich ein herrliches Bild: Wie ein kleines Weihnachtsdorf reihten sich die Hütten aneinander. Die Ministranten der Katholischen Kirche verkauften Bastelarbeiten und Kerzen. Zum ersten Mal hatten die Burghexen einen Stand: Es gab Waffeln mit bunter Dekoration, Plätzchen und Marmeladen – alles selbstgemacht und lecker, versteht sich. Bei Familie Lauter fanden sich Kerzen in verschiedenen Farben und Formen.
Der Frauenchor ChorYfeen verwöhnte die Besucher mit Crêpes, Linsensuppe – vegan und mit Würstchen. Erstmals präsentierte sich der Verein Dilsberg Aktiv mit einem Stand. Unter dem Motto „Made in Dilsberg“ boten sie Apfelsaft von den Dilsberger Wiesen, weihnachtliche Dekorationen, Marmeladen, Kerzen und Lavendelsäckchen an. Zur Spendenübergabe an den Asylkreis folgt ein gesonderter Bericht.
Der Turnerbund und der 1. FC Dilsberg taten sich erneut zusammen und betrieben gemeinsam einen Stand. Der Dilsberger Flammkuchen genießt Kultstatus und überzeugt sowohl in herzhafter als auch in süßer Variante.
Am Stand des Tennisclubs herrschte gute Laune, wo Gyros und Würstchen auf dem Speiseplan standen. Nebenan in der Garage stöberten Bücherwürmer nach Lesestoff für die Feiertage; einige schnappten sich Klassiker und trugen die Goethe-Komplettausgabe im Ledereinband nach Hause. Im Katholischen Pfarrhaus genossen die Gäste Kaffee und Kuchen und wärmten sich drinnen auf.
Um 16 Uhr waren die Gassen gefüllt, auf dem Dorfplatz sammelten sich die Menschen zur Eröffnung. Ein lauter Ton aus dem Nachtwächter-Horn ließ aufhorchen.
„Hört, ihr Leut‘, und lasst euch sagen, die Glock‘, die hat vier geschlagen! “, rief Obernachtwächter Jürgen Maurer über die Köpfe hinweg. Er begrüßte die Besucher: „Es ist wieder Weihnachtszeit. “ Der Markt öffnet und will Freude bringen. Der Musikverein unter Walter Nußkos Leitung spielte „Tochter Zion“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, in die die Besucher sofort einstimmten.
Christkind und der Nikolaus waren noch nicht eingetroffen, die hatten sich für ihre Anreise für die Bahn entschieden, wusste Ortsvorsteher Andreas Erles und vermutete, dass es noch etwas dauert. Er begrüßte die Gäste auf der wohl schönsten und kürzesten Weihnachtsmeile der Welt: In Dilsberg strahlen Gesichter, Lichter funkeln, und weihnachtliche Klänge erfüllen die Luft. Doch er gab auch Kritik an der Stadt, denn hinter den Kulissen stemmt ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen die Arbeiten. Die Stadt liefert zwar die Hütten, doch die Dilsberger müssen sie aufbauen. Seit Mittwoch sind Vereine und Freiwillige im Einsatz.
Jan Peter Seidel brachte Grüße mit. Der Schirmherr der Weihnachtsmeile freute sich, erstmals als Bürgermeister dabei zu sein. „Die Dilsberger Weihnachtsmeile ist überragend“, sagte Seidel. „Das erwartet man mittlerweile.“ Die Organisatoren haben das Potenzial des Festes voll genutzt. Es ist die größte Meile mit den meisten Ständen in der Region, fügte er hinzu. Er wünschte ein zauberhaftes Wochenende und forderte schmunzelnd auf: „Bitte beginnen Sie heute mit den Panikkäufen!“
Christkind und Nikolaus kamen schließlich mit nur leichter Verspätung in der Feste an; vollkommen entspannt, da sie die Zugfahrt genießen konnten. Das Neckartal bietet ja schöne Aussichten und keinen nervenden Autodrängler. Der Nikolaus freute sich, er war auf der schönsten Meile weit und breit. Christkind Lotta trug ein Gedicht von leuchtenden Kinderaugen vor, die strahlen, und dann ist der Weihnachtszauber nicht mehr fern. Ein klasse Team!
Die Kinder des Kindergarten St. Angela sangen sich mit dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“ in die Herzen der Menschen.
Die Techniker der Burgbühne schufen es: In farbiges Licht getaucht, verzauberte die Weihnachtsmeile auch dieses Jahr. Die Dilsberger Band „Unexpected“ begeisterte im Pfarrhof mit chilliger, grooviger Musik und erntete dafür reichlich Zugabe-Applaus.
Am Samstagabend ebbte das Treiben nach 22 Uhr allmählich ab. Die Gäste machten sich mit vollen Taschen, guter Laune und eindrucksvollen Begegnungen auf den Heimweg. Der Mayer-Shuttle sorgte für eine reibungslose Rückkehr.
Am Sonntag machte das Wetter zunächst einen trüben Eindruck, aber es hielt die Menschen nicht davon ab, sich von der heimeligen Couch zu erheben und nach Dilsberg zu kommen.
Die Straßen füllte sich wieder, die Stände freuten sich über Besucher und brachten ihre Angebote über die Theken.
Die St. Angela Kindergartenkinder führten in der Katholischen Kirche ein kleines Theaterstück auf. Sie stapften als Elefanten, Eulen, Hasen, Störche, Katzen und Schafe durch den Winterwald. Jedes Tier machte mit und bot ein Tierkonzert, „so schön wie nie“.
Ein besonderes Highlight war das Singspiel des Kinderchors der Grundschule Dilsberg-Mückenloch unter Leitung von Andrea Stegmann.
Die Kinder trugen Gewänder und führten das Krippenspiel mit Liedern auf. Drei Sterndeuter, Maria und Josef und die Hirten machten sich auf den Weg zur Krippe. Eine eindrucksvolle Aufführung, die die Herzen des Publikums berührte! (Gesonderter Bericht folgt!)
Vor der Kirche wartete der Nikolaus noch einmal und hatte reichlich Gaben zu verteilen. Die Kinder freuten sich sehr über die Süßigkeiten.
Und auch die „Großen“ wirkten zufrieden. Der Sonntag brachte Gästen und Standbetreibern noch einmal viel gute Laune und Weihnachtsfeeling. Weihnachtsliedersingen im Pfarrhof mit dem Frauenchor.
Gesang gab es auch in der Obergasse und groovige Musik im Pfarrhof. So klang die Meile aus, die sich sonst wahrscheinlich problemlos noch weitere Tage fortgesetzt hätte.
Die Dilsberger dürfen stolz sein. 2024 markiert ein weiteres erfolgreiches Jahr in der Ortsgeschichte. Über 30 Stände bedeuten einen neuen Rekord, zeigen aber auch die Kapazitätsgrenzen. Das Bus-Shuttle kämpfte in den Stoßzeiten, alle Besucher auf den Berg zu bringen. Auch die ehrenamtlichen Helfer stießen an ihre Grenzen. Eines ist sicher: 2025 geht es weiter, vielleicht mit mehr städtischer Unterstützung, um den Helfern die Arbeit zu erleichtern.
T. mbue
B. Steffanie Richter, Sandra Rupp, BZ, Sascha Böttcher, mbue
Volkstrauertag 2024: Erzähl mir vom Frieden!
Bericht von Dilsberg.de/ 18 .November 2024
Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand dieses Jahr witterungsbedingt in der Evangelische Kirche statt.
Die Trachtenkapelle Dilsberg eröffnete mit einem Musikstück die Gedenkstunde an die Opfer von Krieg und Gewalt. Gefühlvoll umrahmten sie die Trauerstunde und schenkten den Gästen, die in den Bankreihen Platz genommen hatten eine musikalische Umarmung.
Die Abordnungen des Turnerbunds, Kyffhäuserbunds und Schützenvereins stellten sich vor der Gedenktafel auf, die an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten erinnert.
„Es waren Menschen voller Hoffnung und Lebensfreude, die plötzlich dem Schrecken des Krieges gegenüberstanden“, sagte Ortsvorsteher Andreas Erles. Die Verluste der geliebten Menschen haben tiefe Wunden hinterlassen. Ihre Namen mögen in Stein gemeißelt sein, doch ihre Geschichten leben in unseren Herzen und Gedanken weiter. Auch in tiefer Trauer mahnt uns der Volkstrauertag, Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Der heutige Frieden ist kein Selbstverständnis! Wir müssen Frieden und Freiheit täglich neu schützen und verteidigen – durch unser Handeln, Denken und unsere Entscheidungen.
Die Chorgemeinschaft aus dem katholischen Kirchenchor und den ChorYfeen unter Volker Konetschnys Leitung hat sich bewährt. Im Kirchenraum erklang „Meine Zeit steht in Deinen Händen“und „Verleih uns Frieden“. Mehrstimmige Klänge rundeten die Gedenkstunde ab.
„Verleih uns Frieden“ sangen die Chöre anschließend vierstimmig; es ist eine schöne Tradition geworden, am Volkstrauertag gemeinsam zu singen.
„Dass ich als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde, als Seelsorger und Theologe, am Volkstrauertag zu Ihnen sprechen darf, freut mich und ich empfinde es als etwas Besonderes“, sagte Tobias Bartole, Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde Neckar-Elsenz. Die Botschaft am Volkstrauertag muss lauten: „Nie wieder Diktatur! Nie wieder Krieg!“ Und dennoch schauen wir täglich auf Auseinandersetzungen. Das Motto der kirchlichen Friedensdekade ist in diesem Jahr auffallend optimistisch: „Erzähl mir vom Frieden! Erzählt uns vom Frieden!“ Frieden spüren kann Bartole dort, wo Christinnen und Christen ökumenisch miteinander feiern: Ökumene als Dialog zwischen den Religionen. Er gab die Fragen weiter an die Gäste: „Was würden Sie erzählen? Wie fühlt sich Frieden an? Und wo ist er zu finden?“. Gedanken, die viele mit nach Hause nahmen. Auch Maß und Mitte wieder zu finden: daran müssten wir alle wieder arbeiten. Mit den Worten von vor zwei Jahren schloss Bartole seine Ansprach: einem Liedtext aus der Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre. „Gib Frieden, Herr, gib Frieden, die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt, liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr, wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.“
Andreas Erles übergab das Wort an seinen Stellvertreter Thomas Ruf. Das Totengedenken ehrt alle gefallenen Soldaten sowie Männer, Frauen und Kinder, die Krieg, Gewalt und Vertreibung zum Opfer fielen. Er erinnerte an jene, die wegen ihrer Herkunft, Krankheit oder Behinderung verfolgt und ermordet wurden. Dies geschah nicht nur im Zweiten Weltkrieg. Die Trauer gilt auch den Opfern heutiger Kriege und Konflikte, den Opfern von Terrorismus, Unterdrückung und politischer Verfolgung. Doch das Leben birgt Hoffnung, und es liegt in unserer Verantwortung, uns für Frieden einzusetzen.
Die Feuerwehr Dilsberg und die Ortsvorsteher Erles und Ruf legten den Kranz vor der Gedenktafel in der Kirche nieder. Die Gäste erhoben sich und begleiteten den feierlichen Akt. Gleichzeitig senkten die Abordnungen des Schützenvereins, des Turnerbunds und des Kyffhäuserbunds ihre Fahnen zum Totengedenken.
Ortsvorsteher Erles schloss seine Rede mit der Hoffnung auf Versöhnung. Der Volkstrauertag, ein Tag der Erinnerung und des Gedenkens, bietet dafür eine Gelegenheit. Erles betonte die Bedeutung der Verbundenheit über Generationen und ermunterte, das eigene Handeln zu reflektieren. Die Trachtenkapelle beendete den feierlichen Akt mit dem Stück „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Erles dankte allen Mitwirkenden, die den Volkstrauertag 2024 würdevoll gestalteten.
T. mbue
B. BZ
Musikverein beim Stadtradeln
Auch in Dilsberg hieß es diesen Sommer „Helme an und ab aufs Rad!“
Eine Nachricht in der Musikvereingruppe rief die ganze Aktion kurzerhand ins Leben: „Morgen Zusammen, der Countdown läuft. In 17 Tagen startet das Stadtradeln, es sind alle herzlich eingeladen sich unserem Team anzuschließen“
Somit war klar, unser Musikverein ist vertreten und zwar mit 17 fahrradbegeisterten Musikern.
Um hierbei fleißig Kilometer zu sammeln wurden auch 2 gemeinsame Ausfahrten organisiert.
Die 1. war eine Rundtour von Dilsberg nach Lobenfeld- Mönchzell- Eschellbronn bis nach Zuzenhausen. Hier war eine kleine Stärkung im Biergarten eingeplant.
Mit frischer Power ging es anschließend über Meckesheim- Mauer und Bammental nach Wiesenbach. Hier durfte eine Kugel Eis nicht fehlen.
Nachdem das Eis verputzt war, wurde kurzerhand entschlossen wieder umzudrehen, um die Schleife über Neckargemünd zur Rheinbach auf den Dilsberg zu fahren.
Bei der 2. Rundfahrt führte die Tour 5 Musikerinnen und Musiker entlang der Bergstraße nach Weinheim.
Bei den anschließenden Erzählungen viel das Wort „Mammuttour“ bei der der Rückweg wohl etwas länger gedauert hat als geplant.
Fakten zum Stadtradeln des Musikvereins:
17 aktive Radelnde
4235 gefahrene km
143 Fahrten
703,0kg CO2 Vermeidung
7. Platz in der Kommune
Kilometer der einzelnen Personen:
Helmut Feil (2.Pers) – 845,2km
Andreas Vogt – 629,9km
Christine Vogt – 467,7km
Anette Maurer – 455,0km
Wolfgang Maurer – 434,0km
Andreas Bellem – 248,3km
Marius Maurer – 235,8km
Ralf Ziegler – 153,1km
Jürgen Maurer – 152,0km
Melanie Kreß – 140,9km
Walter Ziegler – 140,3km
Louis Ziegler – 131,0km
Julia Maurer – 70,7km
Günther Ohlhauser – 48,2km
Nora Endrich – 42,1km
Kerstin Ohlhauser – 41,0km
Vielen Dank an alle fleißigen Radler*innen die sich an der Aktion beteiligt haben!