Beim Frühlingskonzert drehte sich alles um die Liebe

Beim Frühlingskonzert drehte
sich alles um die Liebe

Musikverein bot breites Spektrum
der Blasmusik auf hohem Niveau
20. März 2010

Der Frühling kehrte in die Graf von Lauffen-Halle in zweifacher Hinsicht ein, farbenfrohe Blumen zierten die Bühne und ein Strauß bekannter Melodien verzauberte das Publikum beim Frühlingskonzert des Musikvereins Trachtenkapelle Dilsberg.

Vorsitzender Reinhard Greulich, der zusammen mit Dirigent Walter Nußko informativ durch das Programm führte, begrüßte zahlreiche Vertreter aus Politik, Musik und Vereinen. Insbesondere Bürgermeister Horst Althoff, Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, Ortsvorsteher a.D. Stefan Wiltschko, Ehrenvorsitzenden Werner Roth sowie die Ehrenmitglieder. Zu einem stimmungsvollen Doppelkonzert hieß er den befreundeten Musikverein aus Endenburg herzlich willkommen.

Den ersten Programmteil bestritten die Musiker aus dem Schwarzwald, unter der Leitung von Heiner Kühndorf mit einem schwungvollen Auszug aus ihrem Konzert. Fast vierzig Jahre besteht die Freundschaft der beiden Vereine, die durch den Ehrenvorsitzenden Werner Roth und Karl Ebinger bei einem Urlaubsaufenthalt eingeleitet wurde.

Ihr bester Musiker ist der siebzehnjährige Stefan Kühndorf. Der national und international bekannte Solobassist, der auch als Arrangeur und Komponist tätig ist, entlockte mit großer Virtuosität der Tuba faszinierende Töne. Seine Vielseitigkeit demonstrierte er auch an den Schlag- und Rhythmusinstrumenten. Musik das ist seine Welt und damit fand er auf dem Dilsberg neue Fans.

Der Musikverein Dilsberg stellte den zweiten Teil des Abends unter das Motto „Ein Abend in Liebe“, wobei die Auswahl passender Musikstücke gar nicht so einfach war, man wollte ja nicht nur getragene Stücke spielen. Doch Walter Nußko löste das Problem, indem er den Begriff Liebe auf Herz, Natur und Landschaften bezog und das ausgewählte Programm speziell für seine Musiker arrangierte.

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Ein Potpourri bekannter Melodien von George Gershwin zeigte gleich zu Beginn, wie vielfältig Blasmusik sein kann. Dass die traditionelle Blasmusik keineswegs leicht ist, bewiesen die Trompetensolisten Andreas Link und Peter Jacobs mit einer souverän gespielten Polka.

Die leichte Muse kam bei „Italo Pop Classics“ groß heraus und das Duett „Ti amo“ von Anna Nußko und Karim Choukair ließ das Publikum dahin schmelzen. Mit „Azzurro“ zauberte der Sänger den langersehnten blauen Himmel auf den Berg. Große Begeisterung weckte der Musikverein mit seinem Paradestück der „New York Overtüre“, eine Reise durch die Stadtteile New Yorks. „Bei einem Konzert versucht man immer etwas Außergewöhnliches zu präsentieren, aber das war ein besonderer Kracher.“, verkündete Nußko nach diesem gelungenen „Gewaltakt“ erleichtert.

Das konnte nur noch Tochter Anna toppen, die ausdrucksvoll mit dem Withney Houston Song „I will allways love you“ aus dem Film „Bodyguard“ für Gänsehautfeeling sorgte. Beim tschechischen Liebeslied „Valentina“ begeisterten die Trompetensolisten Ralph Ziegler und Volker Ohlhauser.

Mit einem rhythmischen Arrangement aus dem Musical „Tarzan“ weckten Musiker und Sänger den Dschungel und die Leidenschaft. Vorsitzender Greulich dankte allen Beteiligten und Sponsoren für ihren Einsatz sowie Hilfe und überreichte, stellvertretend für alle, Anna Nußko einen Blumenstrauß. Den letzten Titel widmete er dem Mann, der die meisten Mühen mit den Musikern hatte, Walter Nußko und so formulierte er treffend „Thank you for your music!“ und der Applaus des Publikums gab ihm Recht.

„Ich habe ein gelungenes abwechslungsreiches Konzert mit traditioneller böhmischer Blasmusik, Swingtiteln, Schlagern und Evergreens gesehen.“, äußerte sich Dennis Nussbeutel, Kreisverbandsdirigent vom Blasmusikverband Rhein-Neckar, überzeugt. Enorm fand er die vielen Jugendlichen auf der Bühne, was an der Kunst von Walter Nußko liege. „Er ist der Mann für Dilsberg, aber das wissen die Dilsberger!“

Ein herzlicher Dank ging an Erwin Lanzer und das Küchenteam vom Sportschützenverein, die sich wieder zuverlässig und routiniert um die kulinarischen Bedürfnisse der Besucher kümmerten.

Alleinunterhalter Lothar Förderer übernahm nach einem überzeugenden Konzert den stimmungsvollen Abschluss. Um Mitternacht überraschten die Trompeter des Musikvereins ihren Kollegen Uwe Stoye mit einem Geburtstagsständchen. Mit einem Gläschen Sekt gratulierten sie ihm zum 50. und überreichten einen Gutschein, für ein straffreies Fehlen in einer Probe oder bei einem Auftritt.

Stefan Kühndorf – eine musikalische Erfolgsstory
Die Gäste aus Endenburg haben in ihren Reihen mit Stefan Kühndorf einen hervorragenden Musiker, der im Sommer erst achtzehn Jahre alt wird. Bereits heute dokumentiert sein musikalischer Lebenslauf eine außergewöhnlich erfolgreiche musikalische Karriere. Zusammen mit seinen Endenburger Musikkollegen bot er beim Frühlingskonzert einen beeindruckenden Beweis seines großen musikalischen Könnens und überzeugte das Publikum.
Der junge, national und international bekannte Solobassist spielt auf der Tuba ebenso gekonnt, wie auf dem Klavier oder mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten. Daneben ist er als Komponist und Arrangeur tätig. In einer musikalischen Familie aufgewachsen, sein Großvater und Vater spielen ebenfalls Tuba, erlernte er mit acht Jahren das Kornett, die kleine Trompete und zwei Jahre später folgte die Ausbildung auf der Tuba. Inzwischen studiert er in Basel Musik, im zweiten Semester mit dem Hauptfach Tuba. Er spielt auf einer Spezialanfertigung, die auf der rechten Seite vier Ventile und auf der linken Seite weitere drei Ventile besitzt, welche der besseren Intonation dienen.
Der mehrfache „Jugend Musiziert“-Preisträger auf Landes- und Bundesebene gewann 2005 den German Brass Wettbewerb in der Masterclass bei Stefan Tischler. Beim Nordwestschweizer Solistenwettbewerb belegte der Träger des Leistungsabzeichens in Bronze und Silber des Blasmusikbands mehrmals 1. Ränge und wurde 2007 Solo-Champion. An den Wochenenden absolviert er mit verschiedenen Kapellen Auftritte. Als Mitglied des Sinfonischen Jugendblasorchesters Baden-Württemberg, das qualifizierten Bläserinnen und Bläsern die Möglichkeit bietet anspruchsvolle Originalliteratur für Sinfonisches Blasorchester auf hohem Niveau zu erarbeiten, führten ihn Konzertreisen nach Korea, Schottland, Portugal und Ukraine. Musik, das ist seine Welt und damit gewann er auch auf dem Dilsberg neue Fans.

 

Text: boe
Bilder: bz




Musikverein Dilsberg reiste zum Doppelkonzert nach Endenburg

Musikverein Dilsberg reiste zum Doppelkonzert nach Endenburg
6.-7. März 2010

Am 6.3.2010 machte sich die Trachtenkapelle Dilsberg auf zu ihren Freunden vom Musikverein Endenburg in den Südschwarzwald.

Die Idee zu diesem Doppelkonzert entstand beim letzten Frühlingskonzert in Dilsberg.
Die beiden Vereinsvorsitzenden hatten es sich zum Ziel gesetzt die fast 40- jährige Freundschaft der beiden Musikkapellen wieder etwas zu vertiefen. Der Musikverein wurde von den Musikfrauen, der Vorstandschaft auch seinem Ehrenvorsitzenden Werner Roth mit Gattin begleitet, auf dessen Initiative die Freundschaft der beiden Kapellen entstand.
Nachdem die gegenseitigen Besuche in den letzten Jahren etwas nachgelassen hatten, traf man sich am Samstag den 06.03.10 im verschneiten Endenburg.

Das Konzert am Abend wurde von dem Endenburger JUMUSOR (Jugendmusikorchester) mit drei Musikstücken eröffnet.

Der Musikverein Endenburg begann sein Konzert mit dem Marsch Kosakenritt und Bohemian Rhapsody von Freddy Mercury.

 

 

 

Den zweiten Teil des Konzerts gestalteten die Dilsberger Musiker unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Walter Nußko.

Neben den Solostücken Trompetenherz, Arrival und Valentina, konnten die Konzertbesucher auch der Stimme von Anne Nußko lauschen, die sich mit den Stücken „The Power of Love“, „ I will follow him” und „ Ich gehör nur mir” aus dem Musical Elisabeth, in die Herzen des begeisterten Publikums sang.

Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Festhalle wurden die Zuhörer mit einem tollen Frühschoppenkonzert der Dilsberger Musiker unterhalten.

Frisch gestärkt verabschiedeten sich die Dilsberger Trachtenkapelle nach dem Mittagessen, in Richtung Heimat, voller Vorfreude auf das Wiedersehen am 20. März beim Frühlingskonzert in der Graf von Lauffen-Halle.

Das diesjährige Frühlingskonzert wird von den Endenburger Musikern mit gestaltet und selbstverständlich wird auch der hochbegabte Stefan Kühndorf sein Können auf dem Dilsberg unter Beweis stellen.

Das Highlight der Endenburger war der Auftritt, des 17- jährigen Stefan Kühndorf mit seiner Tuba, der zwei selbstkomponierte Solostücke zum Besten gab.
Text: Annette Maurer
Bilder: Ursula Nußko




Dilsberger Musiker begeisterten beim Egerländer-Musikabend ihr Publikum

Dilsberger Musiker begeisterten
beim vereinsinternen Egerländer-Musikabend ihr Publikum

Der Musikverein-Trachtenkapelle 1923 Dilsberg e.V. hatte am Samstag den 28.11.09 seine passiven Vereinsmitglieder zu einem Egerländer-Musikabend in die Tuchbleichenhalle auf dem Dilsberg eingeladen

Der Wunsch zu so einem Event kam aus den Reihen der fördernden Mitglieder auf deren Anliegen dieser besondere Abend zustande kam.

Der 1. Vorsitzende Reinhard Greulich be- grüßte in der vollbe- setzten Halle die Gäste und führte in bekannt routinierter Weise durch den Abend, der sich mit der böhmischen Musik und im Besonderen mit Ernst Mosch befasste.

Nachdem 1989 vor 20 Jahren der „Eiserne Vorhang“ fiel, gab es für viele Heimatvertriebene erstmals wieder die Möglichkeit, ihre ehemalige Heimat zu besuchen. Auch das musikträchtige und viel besungene Egerland war von nun an wesentlich einfacher erreichbar. Grund genug an eine Region in Böhmen zu erinnern, die wie keine andere ihre Musik und ihr Brauchtum, trotz Grenzen und Stacheldraht, in alle Welt verbreitet hat.

 

Aus diesem Grund wollte die Trachtenkapelle besonders an den Hauptbotschafter Ernst Mosch erinnern, der vor genau 10 Jahren im Alter von 73 Jahren verstarb.

Bilder Ernst Mosch:
www.mosch-musikverlag.de

Mit der Fuchsgraben Polka und der Wachtel Polka aus dem Gründungsjahr 1956 der „Original Egerländer Musikanten, die damals aus 15 Musikern bestand wurde der Abend eröffnet. Der 1. Vorsitzende lies das Leben von Ernst Mosch in kleine Abschnitten Revue passieren und dazwischen spielte die Kapelle bekannte Egerländer Weisen wie: Auf der Vogelwiese, der Lieblingstrommler und Liebe für`s ganze Leben.

Den gesanglichen Part der Lieder übernahmen Yvonne Kloß sowie Vorstand Reinhard Greulich gemeinsam, was ihnen auf harmonische Weise gelang.

Da die Original-Egerländer-Musikanten mit einer relativ kleinen Kapelle auftraten (15-18 Musiker) spielten auch die Dilsberg in einer kleinen, immer wechselnden Besetzung um das Konzert möglichst originalgetreu darzubieten. Dirigent Walter Nußko ließ es sich nicht nehmen seine Musiker bei dem ein oder anderen Stück musikalisch zu unterstützen.

Nach der Pause wurden die Stücke goldene Trompeten, der Böhmische Wind, die südböhmische Polka und weitere Egerländer Weisen zu Gehör gebracht.

Im Hintergrund konnten verschiedene Aufzeichnungen der „Egerländer-Musikanten“ aus Film und Fernsehen bewundert werden, welche von Ursula Nußko zusammengestellt und präsentiert wurden. Die Regie am Mischpult hatte wie immer Arne Briesnitz.

Zu Ende des Konzerts konnten die Zuhörer einen Stimmzettel (gegen eine kleine Spende) mit der Wahl ihres Lieblingsstückes abgeben. Unter den Siegertiteln wurden im Anschluss die Gewinner der 5 gestifteten Gemälde des Ehrenvorstandes Werner Roth verlost. Durch Stimmengleichheit wurden der böhmische Wind und die Polka auf der Vogelwiese als Siegertitel ermittelt und beide Titel spielte die Kapelle noch einmal.

Die Bewirtung und die Küchenbesetzung übernahm wieder das gekonnt eingespielte Team des Sportschützenvereins Dilsberg unter der Leitung von Erwin Lanzer.

Es war für alle Beteiligten ein harmonischer und kurzweiliger Abend, der mit vielen guten Wünschen auf eine besinnliche und segensreiche Adventszeit endete.
Text und Bilder: Annette Maurer




Freundschaftsbesuch bei den Musikfreunden des Motala Blasorchesters

 

Freundschaftsbesuch des Musikverein Dilsberg bei den Musikfreunden des Motala Blasorchesters in Mittelschweden

5. – 11. August 2009


Wir starteten am Mittwoch den 05.08.09 und fuhren über Frankfurt, Kassel, Hannover, Hamburg nach Lübeck. Bevor wir den Abend in der Lübecker Altstadt verbrachten, flanierten wir noch an der Hafenpromenade im Seebad Travemünde.

Die Weiterfahrt am Donnerstag führte uns nach Puttgarden. Mit der Fähre Schleswig-Holstein kamen wir nach 45 Min. im dänischen Rodby an.

Nachdem wir quer durch Dänemark gefahren waren, fuhren wir in Helsinggor auf die nächste Fähre die uns direkt ins schwedische Helsingborg brachte.

Gegen 19.00 Uhr kamen wir in Motala an und wurden vom Vorstand und Dirigenten des Motala Blasorchesters herzlich in Empfang genommen. Nach dem Bezug unserer Hütten im „Folkets-Park“ wurden wir von unseren Freunden zum Abendessen eingeladen. Unsere Unterkünfte lagen direkt am Vätternsee.

Nach dem Frühstück am Freitag gab unsere Kapelle ein Konzert im Hafen von Motala. Vor dem Konzert bedarf es noch einiger Aufbauarbeit.

Unsere Fans warteten schon gespannt bis es endlich losging. Auch unser Dirigent musste sich genau wie seine Klarinettistinnen noch etwas konzentrieren.

Doch dann war es soweit und es konnte endlich losgehen. Auch den übrigen Mitreisenden gefiel die Musik.

Im Hafen von Motala wurden wir von einer Mitarbeiterin des Tourismusbüros begrüßt und jeder erhielt Informationsmaterial über die Region Östergötland. Auch eine Abordnung der Dilsberger Nachtwächter war mitgereist, die das Dilsberger Nachtwächterlied zum Besten gaben und ein begehrtes Fotomotiv waren.

Den Nachmittag verbrachten wir in der nahegelegen Kurstadt Medivi Brunn. Diese ist bekannt als das älteste Heilbad Skandinaviens. Hier kann man noch heute das gesundheitsfördernde Wasser trinken, von dem auch wir probieren durften. Am Nachmittag lauschten wir im hübschen Park der Musik des schwedischen Kurorchesters. Das Orchester besteht aus 7 Musikern die alle auf historischen Instrumenten spielen. Am Abend waren wir zu einem Grillabend eingeladen an dem unser Freund Klaus Tilly persönlich das Grillen übernahm.

Den Abend ließen wir mit viel Gesang, Witz und Lachen ausklingen.

Nach etlichen schwedischen und deutschen Liedern machten wir Feierabend und freuten uns auf den nächsten Tag.

Am Samstagmorgen fuhren wir nach „Gamla Linköping“ was gleichbedeutend ist mit Alt Linköping. Das Freilichtmuseum zeigt eine schwedische Kleinstadt um die Jahrtausendwende. Man kann dort mehr als 90 kleinere und größere Gebäude, die zum Teil über 250 Jahre alt sind besichtigen. Unsere Musiker gaben hier ein Platzkonzert, welches wiederum von einem Nachtwächterauftritt begleitet wurde.

Doch diesmal hatten unsere Nachtwächter Verstärkung in Form eines Polizisten in historischer Uniform bekommen. Wie immer waren die großen und kleinen Fans mit von der Partie.

Nach unserem Auftritt gab es noch eine kleine musikalische Einlage eines Duos aus „Gamla Linköping“ mit ihren selbstgebastelten Instrumenten. Im Anschluss besichtigten wir die zweitlängste Schleusentreppe des Göta-Kanals, den Borenshult. Die Schleusentreppe besteht aus 5 Schleusen hintereinander und hat eine Fallhöhe von insgesamt 15,3 Metern.

Am Abend wurden wir zu einem original schwedischen Essen eingeladen, bei dem uns Krebse, Matjes und andere schwedische Leckereien aufgetischt wurden. Wie immer war die Stimmung nach dem Essen hervorragend. Die Jugendlichen spielten zusammen das KUBE-Spiel, was viel Spaß bereitete und sehr lustig war.

Die reifere Jugend ließ den Abend mal wieder mit viel Gesang und guter Laune ausklingen.

Doch auch die jüngere Generation singt gern und übte sich mit Gitarrenspielen. Da unser Bus am ersten Abend mit Farbe verschmiert wurde, kamen wir nicht umhin in den folgenden Nächten unsere Nachtwächter abwechselnd ihre Runden um den Bus drehen zu lassen.

Am Sonntagvormittag hatten wir frei. Ein Teil der Mannschaft nutzte die Zeit zum Schwimmen, Faulenzen oder zum Minigolf-Spielen. Im Anschluss wurden wir von Elvira und Herbert zu einem Vesper mit Hausmacher Dosenwurst eingeladen.

Zum letzten Konzert fuhren wir am Nachmittag zum Schloss Charlottenburg. Zunächst spielte das Motala Blasorchester. Danach unterhielt unsere Kapelle mit böhmischen Weisen.

Bei unserem letzten Abend wurden verschiedene Präsente ausgetauscht und wir bedankten uns nochmals herzlich für die Einladung. Das Highlight war dann der Nachtwächterauftritt unseres Freundes Klaus Tilly, mit dem wir die komplette Silvesterzeremonie durchführten.

Nachdem wir uns am Montagmorgen von unseren schwedischen Freunden, nicht ohne Einladung nach Dilsberg in zwei Jahren verabschiedet hatten, fuhren wir über Malmö nach Trelleborg. Nach einem kurzen Zwischenstopp am südlichsten Punkt Schwedens checkten wir am Nachmittag auf die Fähre Huckleberry Finn ein. Nach 6 Stunden Überfahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir gegen Abend Roststock.

Nach einer kurzen Nacht in Wismar ging es Richtung Heimat wo wir am Abend wieder unversehrt ankamen. Unser Dank gilt besonders unserem Busfahrer Werner, so wie der hervorragenden Reiseleitung von Karin und Reinhard Greulich.

 

 

Bilder: H.W. Ziegler, U. Nussko, A. Maurer
Text: A. Maurer




Musikverein startet mit urigem Fest in den Mai

 



Musikverein startet mit
urigem Fest in den Mai

Wanderer genossen tolle Atmosphäre
auf der Tuchbleiche

1. Mai 2009

Das jährliche Grillfest des Musikvereins Dilsberg am 1. Mai ist für Einheimische wie Besucher von außerhalb ein beliebtes Ziel. Der idyllisch gelegene Tuchbleichenplatz lädt zu einem gemütlichen Aufenthalt ein und die Musiker der Trachtenkapelle sorgen bestens für das leibliche Wohl. Den musikalischen Part übernehmen befreundete Kapellen, die vom Vorsitzenden Reinhard Greulich herzlich begrüßt und vorgestellt wurden.

Der Maifeiertag ist für viele Wanderer und Radfahrer ein traditioneller Ausflugstag und wer den kräftezehrenden Aufstieg zum Dilsberg bewältigt hat, der genießt es in aller Gemütlichkeit einzukehren und zu regenerieren. Aber auch viele Dilsberger ließen ihre Küche kalt und wählten aus dem reichhaltigen Speiseangebot der Trachtenkapelle. Die große Auswahl am leckeren Kuchenbüfett rundete das Angebot ab und war zur Kaffeezeit willkommen.

Die musikalische Unterhaltung übernahmen befreundete Kapellen aus Eschelbronn, Wiesenbach sowie Oftersheim und sorgten für beste Stimmung. Mit Blasmusik im modernen Bigband-Sound und der großen Bandbreite ihres Repertoires begeisterten sie die Besucher. Vorstand Greulich dankte den Musikern für ihren Einsatz und versprach, sich bei Gelegenheit durch musikalische Gegenleistung zu revanchieren. Der Andrang war so groß, dass der gastgebende Musikverein weitere Tische und Bänke aufstellen musste, damit jeder einen Platz fand.

Ein überraschendes Intermezzo bot die spanische Studentenverbindung „La Tuna“, die auf ihrem Weg von Heidelberg nach Stuttgart einen Abstecher auf den Dilsberg unternahm. In Spanien ist es eine alte Tradition sich das Studium durch Musikauftritte auf Reisen zu verdienen, welche die Verbindung aufrecht erhält. In landestypischer Tracht brachten sie mit „Eviva Espana“ und „Quanta na mera“ spanischen Flair auf den Dilsberg und erhielten für ihre temperamentvolle Einlage viel Applaus.

Auf dem angrenzenden Spielplatz konnten die kleinen Gäste herumtoben und die Eltern ungestört ihren Aufenthalt genießen. Auf Initiative der Jugendleitung wurde zum ersten Mal ein Kinderschminkstand eingerichtet. Wer Lust hatte, suchte sich eine Maske aus und ließ sich in Tiger, Fee oder andere Fabelwesen verwandeln.

So konnte Jung und Alt den Aufenthalt im Freien genießen und einen unbeschwerten Tag verbringen.

Der Musikverein konnte sich wieder auf seine Helfer verlassen. In bewährter Weise halfen alle mit und trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Ob beim Schnitzel braten oder Salat richten, es gab viel zu tun und die Bedienungen legten einige Kilometer zurück.

Die Kuchentheke war reichlich bestückt und ein Kuchen verführerischer wie der andere. Kein Wunder, dass manch einer Proviant nach Hause mitnahm. Die Helfer am Getränkestand waren ebenfalls schwer beschäftigt, denn ein frisch gezapftes Bier im Freien, wer kann dazu schon nein sagen?

  Text: boe
Bilder: Dworschak / bz




Musikalische Highlights zum Frühlingsanfang

 

Musikalische Highlights
zum Frühlingsanfang

Trachtenkapelle Dilsberg begeisterte
mit buntem Melodienstrauß

21 März 2009


Was haben der Frühling und das jährliche Konzert des Musikvereins Trachtenkapelle Dilsberg gemeinsam? Beide werden voller Vorfreude erwartet. Unter dem Motto „Polka trifft Klassik“ präsentierten die Musiker in der Graf von Lauffen-Halle einen bunten Melodienstrauß.

Vorstand Reinhard Greulich freute sich über die vielen Besucher. Einen besonderen Willkommensgruß richtete er an Ortsvorsteher Stefan Wiltschko, Ehrenvorsitzenden Werner Roth, die Ehrenmitglieder, die Vertreter der örtlichen Vereine sowie die Abordnung der befreundeten Musikerkollegen aus Endenburg. Gemeinsam mit Walter Nußko teilte er sich die Moderation und führte in bewährt lockerer Weise durchs Programm. Der Eine sprach über die Leute, der Andere über die Musik und bewiesen, dass sich Polka und Klassik nicht weh tun und trotz vorhandener Gegensätze zusammenpassen.

Die Musiker begannen mit einer Melodienfolge des italienischen Komponisten Guiseppe Verdi. Ein Auszug aus „La Traviata“, einer Oper die noch heute zu den beliebtesten auf der Welt zählt, wurde ebenso meisterhaft gespielt, wie der Freiheitschor aus „Nabucco“, welcher als Protest gegen politische Tyrannei und Willkür als eine Art Nationalhymne in die Geschichte einging und endete mit dem euphorisch erklingenden Triumphmarsch aus „Aida“.

Kontrastreich ging es mit einem Stück von Ernst Mosch weiter, von dem die Aussage stammt, „eine Polka muss leicht swingen“ und diesen Swing brachte die Trachtenkapelle bei „Start frei“ rüber.

Stilecht, in wallender Robe, wurde Anna Nußko als „Sissi“ von ihrem stolzen Vater auf die Bühne geleitet und faszinierte mit ihrer voluminösen Stimme beim Song „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical Elisabeth. Die junge Sängerin hat sich enorm weiterentwickelt und holte die Welt des Musicals auf den Dilsberg.

Die gelungene Mischung aus erfahrenen und neuen Musikern ist ein Markenzeichen der Kapelle, so übernahm Susanne Heinzelmann, die erst vor zwei Jahren mit dem Trompete spielen begonnen hat, zusammen mit ihrem Ausbilder Ralph Ziegler den Solopart in der Polka „Für unsere Kameraden“. Weltweite Popularität genießen die Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, der mit seiner „Kleinen Nachtmusik“ und Melodien aus der „Zauberflöte“ sowie „Die Hochzeit des Figaros“ im Programm vertreten war.

Karim Choukair begeisterte mit der Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ und sorgte für Gänsehaut-Feeling. Mit seinem klangvollen Tenor hätte er zweifellos das Potential zum Profisänger, doch als er sich entscheiden musste, wählte er den Beruf und das Singen blieb Hobby.

Durch sein musikalisches Einfühlungsvermögen gelingt es Dirigent Walter Nußko immer wieder, Musiker und Sänger zu einem runden Ganzen zu verschmelzen, was dem Publikum einen qualitativ anspruchsvollen Abend und glänzende Unterhaltung beschert.

Die Beiträge im zweiten Teil hatten sich die Musiker teilweise selbst ausgesucht und die Notensätze dafür gekauft. Trompeter Andreas Link ist ein Freund von schnellen Klängen und zeigte sein Können als Solist in „Silberne Trompeten“ zusammen mit Ralph Ziegler.

Das bekannte Stück „The Typewriter“ wurde von Dorothea Jacobs (Klarinette) und Caroline Lichtenberger als „Tippse“ an der Schreibmaschine perfekt dargeboten. Einen besonderen Gag hatten die beiden Moderatoren ausgeheckt und baten Beate Oemler zur Berichterstattung auf die Bühne. Auf einer klassischen Typenhebelmaschine durfte sie auch einmal den Takt angeben und frühzeitig mit ihrem Bericht beginnen. Vermutlich waren die Gedanken zu schnell und die Finger zu langsam, jedenfalls kamen die Typen ins Straucheln, deshalb überlies sie lieber wieder den Profis auf der Bühne das Kommando.

„The Power of Love“ klingt instrumental bereits gut, doch zusammen mit dem Gesang von Anna Nußko war es ein besonderer Genuss. Weitere Highlights setzten Dorothea Jacobs und Nora Endrich gemeinsam mit ihrem ehemaligen Ausbilder Michael Roth und ihrem atemberaubenden Klarinettenspiel. Während dieser Soloeinlage übernahmen die Nachwuchsmusikerinnen Vera Ohlhauser, Valerie Maurer und Tanja Großmann die normale Klarinettenpartie.

Bei „Dixieland Jam“ begeisterten die Musiker mit einer temperamentvollen Mischung aus Blues und Dixie, Mut machende amerikanische Beerdigungslieder. Bavourös in Szene gesetzt durch die solistische Einlage von Dorothea Jacobs (Klarinette), Caroline Lichtenberger (Saxophon), Andreas Link (Trompete), Patrick Wewel (Posaune), Werner Erles (Tuba) und Jens Jacobs (Schlagzeug).

Den glorreichen Abschluss krönte Karim Choukair mit einem Medley von Robbie Williams und der Backround Unterstützung von Anna Nußko. Diese beiden fantastischen Sänger könnten mit ihren großartigen Stimmen öfters auf den Brettern, die die Welt bedeuten stehen.

Vorstand Greulich überreichte stellvertretend für alle Akteure, der Sängerin einen Blumenstrauß und dankte allen Beteiligten sowie Helfern. Die Musiker sind mit großem Engagement dabei und wenn so ein Konzert auf den Geburtstag fällt, dann wird die Feier halt verschoben. Vorstand Greulich überreichte Geburtstagskind Uwe Stoye ein Präsent und das Publikum sang spontan „Happy Birthday“.

Ein besonderer Dank galt Erwin Lanzer und seinem Team vom Sportschützenverein, die in der Küche wirbelten und alle Hände voll zu tun hatten. Ein wichtiger Mann im Hintergrund war einmal mehr Arne Briesnitz, er sorgte nicht nur für einen guten Ton sowie eine perfekte Beleuchtung, sondern übernahm auch die ehrenvolle Aufgabe „Kaiserin Sissi“ von der Bühne zu begleiten.

Nach einer kurzen Umbauphase übernahmen die Musikerkollegen der Trachtenkapelle Mückenloch, unter der Leitung von Karlheinz Dorner, die musikalische Unterhaltung. Bei bekannten Schlagermelodien klang der Abend in geselliger Runde gemütlich aus.

Maestro Nußko ist es mit seinen Musikerinnen und Musikern wieder einmal gelungen,
den Dilsberg an einem großen Musikerlebnis teilhaben zu lassen.
boe/bz




Jahreshauptversammlung 2009 am 18. Januar

 

Jahreshaupt- versammlung
des
Musikvereins

18. Januar 2009

Mit flotter Blasmusik eröffnete die Trachtenkapelle des Musikvereins Dilsberg ihre Jahreshauptversammlung, die sie in der Tuchbleiche samt Formalitäten auch flott durchzog. Erster Vorsitzender Reinhard Greulich ging zügig die Tagesordnung an und wünschte sich für die Vereinszukunft einen stärkeren Stamm an Fördermitgliedern. Nach wie vor sind die passiven Mitglieder der tragende Vereinskern. Die aktiven Musiker stehen stets im Jahresverlauf vor der Bewährung, ihre hohen Anforderungen mit dem Leben im Beruf abzugleichen. Mit dem Engagement der Kapelle konnte sich Dirigent Walter Nußko aber insgesamt zufrieden zeigen. Auch die Vereinsjugend unternimmt alle Anstrengungen, um die Hauptkapelle zu verstärken.

Schriftführerin Annette Maurer legte in getreulicher Übersicht das durchgeführte Jahresprogramm vor, in dem die Region und der Wohnort mit allen seinen Aktivitäten genau verzeichnet war. Diese  Exaktheit zeichnete auch den Jahresbericht von Kassier Ludwig Greulich aus. Werner Erles wurde wieder zum 2. Vorsitzenden gewählt, Annette Maurer zur Schriftführerin, Joachim Hofmann und Hans-Walter Ziegler zu Beisitzern (aktiv), Otfried Mann und Siegfried Stefan zu Besitzern (passiv), Waldemar Interwies und Günther Galgenmaier zu Kassenprüfern. Sandra Koß und Tanja Grossmann leiten mit ihren Impulsen die Jugendabteilung, welche Hoffnungen für die Blockflötengruppe macht. Gespannt kann man auf das Frühjahrskonzert sein und vielleicht gelingt es auch wieder, eine hochwertige tschechische Kapelle aus Böhmen zu engagieren. Wolfgang Borgmeyer lobte das große Programm des Musikvereins in allen Sparten und besonders für den Jugendnachwuchs.

Der Verein zeichnete passive Mitglieder aus und der erste Vorsitzende des Blasmusikerverbands Baden-Württemberg, Georg Werkmann, ehrte verdiente Aktive und Funktionäre. Bei den Musikern waren dies: Lothar Förderer, Tanja Großmann, Caroline Lichtenberger für 10 Jahre; Rüdiger Bellem, Nora Endrich, Dorothea Jakobs, Ralph Ziegler für 20 Jahre; Christian Finzer, Reinhard Greulich, Andreas Link, Volker Ohlhauser für 30 Jahre; Werner Erles, Joachim Hofmann, Hans-Walter Ziegler für 50 Jahre und Karl Ohlhauser für 60 Jahre. Für verdiente Funktionäre konnte er die Fördermedaille in Bronze an Annette Maurer und in Silber an Ludwig Greulich überreichen.


Text: stw
Bilder: Ursula Nußko




Den 1. Mai mit Musik und Aprilwetter begrüßt

 

Den 1. Mai mit Musik und
Aprilwetter begrüßt

Grillfest des Musikvereins zog viele Besucher
auf den Dilsberg

1. Mai 2008
   

Es hat sich inzwischen längst herumgesprochen, dass man beim traditionellen Grillfest des Musikvereins Dilsberg gemütliche Stunden auf dem herrlich gelegenen Tuchbleichenplatz verbringen kann. Einheimische und Besucher der Bergfeste nutzten auch in diesem Jahr die Gelegenheit und genossen bei toller musikalischer Unterhaltung einen angenehmen Aufenthalt bei den Musikern. Vorsitzender Reinhard Greulich freute sich über den regen Besucherzuspruch und begrüßte die auftretenden Kapellen.

An der Straßeneinmündung signalisierte erstmals ein großes Schild: hier lohnt es sich einzukehren. Musiker Rolf Ackermann hatte das gemütliche Ambiente eines Grillfestes auf dem Tuchbleichenplatz mit gekonnten Pinselstrichen festgehalten und so wussten auch Besucher von außerhalb, wo sie sich stärken konnten.

Da der 1. Mai in diesem Jahr mit dem Vatertag zusammenfiel waren viele Wanderer sowie Radfahrer unterwegs, die nach dem kräftezehrenden Aufstieg freudig die Möglichkeit zur Einkehr nutzten. Aber auch viele Dilsberger ließen ihre Küche kalt und wählten aus dem reichhaltigen Speiseangebot der Trachtenkapelle. Bürgermeister Horst Althoff und Ortsvorsteher Stefan Wiltschko schauten ebenfalls vorbei und ließen die gemütliche Atmosphäre in freier Natur auf sich wirken.

Die musikalische Unterhaltung übernahmen befreundete Kapellen aus Wiesenbach, Eschelbronn sowie Oftersheim und sorgten für beste Stimmung. Blasmusik verbindet man meist mit Volksmusik, aber immer häufiger auch mit modernem Bigband-Sound, Jazz, Rock- und Popmusik. Die auftretenden Musikvereine begeisterten durch die große Bandbreite ihres Repertoires.

Vorstand Greulich dankte für ihren Einsatz und versprach, sich dafür bei Gelegenheit durch musikalische Gegenleistung zu revanchieren. Aus den Reihen der Wiesenbacher hörte er einen super Bassisten heraus, den er sich gleich mal vorstellen ließ und siehe da, es handelte sich um einen „alten“ Bekannten. Allround-Musiker Walter Nußko, Dirigent der Dilsberger Trachtenkapelle, ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach und hatte sich zur Verstärkung eingeschlichen.

Das launenhafte Aprilwetter konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Meist hatte man Glück und die dunklen Wolken wurden vom Wind ins Neckartal abgetrieben. Bei einem kurzen Schauer nutze man die Sonnenschirme kurzerhand als Regenschirme oder suchte die Halle zum Unterstellen auf. Doch schnell gewann die Sonne wieder die Oberhand und nachdem Tische und Bänke mit einem Wischer abgezogen waren, konnte es ungetrübt im Freien weitergehen.




„The Best of … – 10 Jahre Walter Nußko“

„The Best of … – 10 Jahre Walter Nußko“

Musikverein begeisterte mit niveauvollem Frühlingskonzert
12. April 2008

Dilsberg feiert 2008 das Jahr der Jubiläen. Ganz groß 800 Jahre Burg Dilsberg, ein kleines nämlich 85 Jahre Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg und noch ein wenig kleiner 10 Jahre Walter Nußko als Dirigent der Kapelle. So begrüßte 1. Vorsitzender Reinhard Greulich die Besucher des Frühlingskonzerts in der voll besetzten Graf-von-Lauffen-Halle. Ein besonderes Willkommen galt dem Ehrenvorsitzenden Werner Roth, den Ehrenmitgliedern, Ortsvorsteher Stefan Wiltschko, zahlreichen Stadt- und Ortschaftsräten sowie den Musikerfreunden aus Endenburg. Musikalische Highlights aus den letzten 10 Frühlingskonzerten standen auf dem abwechslungsreichen und niveauvollen Programm, welches alle Register forderte.

In diesem Jahr handelte es sich um ein Solistenkonzert, bei welchen alle Instrumentengruppen ihren großen Einsatz hatten. Mit der anspruchvollen Bravour-Polka „Die Teufelszunge“ stand gleich zu Beginn ein schweres Solistenstück auf dem Programm, bei dem die Trompeter Andreas Link, Volker Ohlhauser und Ralph Ziegler ihr Können unter Beweis stellten.

Gleichgültig ob Posaune (Christian Finzer) oder Klarinette (Simone Greulich, Dorothea Jacobs, Nora Endrich, Caroline Lichtenberger) die Musikerinnen und Musiker meisterten ihre Solis mit Bravour. Die Kapelle trat in neuer Konstellation auf, denn mit insgesamt vier neuen Musikerinnen, darunter zwei Jugendliche, präsentierte sie sich erstmalig bei einem Konzert in vergrößerter Besetzung und überzeugte mit einer fantastischen musikalischen Gesamtleistung.

Mit dem notwendigen Insiderwissen führten der erste Vorsitzende gemeinsam mit dem Dirigenten durch den Abend und verrieten dabei, sehr zum Schmunzeln der Zuhörer, internes aus dem Musikeralltag. So war unter anderem zu erfahren wie Walter Nußko zu den Dilsberger Musikern kam, dass er fast jedes Instrument spielt aber keines beherrscht und deshalb dirigiert. „Vor dem Konzert ist Walter nervös, wir sind die Ruhe auf der Bühne, die leidtragenden sind seine Familie.“, berichtete Vorstand Greulich. Den Beitrag „Astronautenmarsch“ verglich er mit seinem Dirigenten, der bei falschen Tönen in die Luft geht, eine Rakete an Ideen ist, herumdüst und viel raucht, während Nußko das Stück in drei kurzen Sätzen beschrieb: „Furchtbar schwer! Furchtbar hoch! Furchtbar schön!“

Im Mittelpunkt des Abends stand neben der Kapelle eindeutig Walter Nußko, der in den letzten 10 Jahren den Musikverein zu einem hohen Leistungsniveau führte. Die „Chemie“ zwischen Dirigent und Kapelle stimmt, das kann man spüren beziehungsweise hören. Bereits 40 Jahre prägt die Musik sein Leben und außer Posaune sowie Querflöte spielt er jedes Instrument. Bevor er eines Tages mit der aktiven Musik aufhört, will er sich noch einen großen Traum erfüllen: eine „One-Man-Show“ – einen musikalischen Auftritt bei dem er alle Instrumente selbst spielt.

Eine akustische Bereicherung der Kapelle sind die beiden Gesangsinterpreten Anna Nußko und Karim Choukair, die mit ihren Klassikstimmen das Publikum begeisterten. Mit Auszügen aus den Musicals „König der Löwen“ und „Les Miserables“ boten die Sänger eine starke und überzeugende Leistung.

Eine Gänsehaut erzeugte der triumphierende Gesang nach der geglückten Revolution „Das Lied des Volkes“, welcher euphorisch durch die Laufenhalle drang und das Publikum restlos begeisterte. Ohne eine Zugabe konnten die Interpreten die Bühne nicht verlassen und in diese stimmte Walter Nußko freudig mit ein.

Einen spontanen Gastauftritt der Extraklasse absolvierte der 15-jährige Stefan Kühndorf aus Endenburg. 2005 in Korea, 2007 in Portugal und 2008 auf dem Dilsberg – er überzeugte beim „Klarinettenmuckel“ mit seinem profihaften Spiel auf der Tuba.

Beim Titel „Zwei Supermänner“, einem Solo für Tenorhorn und Baryton, brachte den Musikverein in Bredoullie, denn er hat gleich vier Supermänner. Walter Nußko löste kurzerhand das Problem, indem er die Solisten Herbert Freischlag, Hans-Walter Ziegler, Christian Finzer und Marius Maurer wechselweise spielen ließ. Bemerkenswert war der Solisteneinsatz von Marius, der so toll geprobt hatte, dass ihn Dirigent Nußko auch im Konzert spielen ließ.

Vorstand Greulich dankte der Kapelle für die gezeigte Leistung und der zweite Vorsitzende Werner Erles überreichte Jubilar Walter Nußko zur Erinnerung an sein Jubiläum ein Gemälde, welches vom Ehrenvorsitzenden Werner Roth gemalt wurde. Stellvertretend für die Kapelle erhielten die beiden Querflötistinnen Anna Nußko und Gast Melanie Kreß einen Frühlingsstrauß, da sie wegen eines technischen Problems nicht im Programmheft genannt wurden. Mit der stimmungsvollen Unterhaltungsmusik von Alleinunterhalter Lothar Förderer klang ein wunderschöner Konzertabend gemütlich aus.

Ein herzlicher Dank galt allen Helfern für ihre vielfältige Unterstützung, ganz besonders Arne Briesenitz der am Mischpult für optimale Licht- und Tonverhältnisse sorgte und Erwin Lanzer mit seinem Team vom Sportschützenverein, die auch in diesem Jahr die Bewirtung in der Graf-von-Lauffen-Halle in bewährter Weise übernommen hatten.

Der Musikverein setzte mit seinem Frühlingskonzert erneut ein musikalisches Glanzlicht und erntete lang anhaltenden anerkennenden Applaus.
Text: Beate Oemler
Bilder: B. Zantopp




Jahreshauptversammlung 2008

Jahreshauptversammlung

Musikvereins – Trachtenkapelle
27. Januar 2008

Eine frische Musikbrise blies die Trachtenkapelle des Musikvereins 1923 Dilsberg zu Beginn der Generalversammlung in die Tuchbleichenhalle. Dort hatten gerade eben vor kurzem die Musiker und die Turner unter Absolvierung eines wahren Kraftaktes bei schwierigstem Hanggelände unter Leitung von Franz Göschl in kürzestes Zeit die jahrelang fehlende Abwasserleitung der Halle in ehrenamtlicher Arbeit verlegt und damit ein lange ungelöstes Problem mit Hilfe der Stadt gelöst. So was war nur leistbar, weil die Tonleiter in der Kapelle problemlos und unkompliziert zwischen den „Tontechnikern“ bei Jugend und Senioren auf und abläuft. So der „Grundtenor“ beim 1. Vors. Reinhard Greulich, Dirigent Walter Nußko, der Jugendleitung Caroline Lichtenberger und Sandra Koß sowie anderen Funktions- und Verantwortungsträgern, die ihre Aufgabe stets aus dem Ganzen und fürs Vereinsganze begriffen und realisierten.

Zufrieden stimmten die Ergebnisse des Mai- und des Frühlingfestes von 2007 sowie die engagierte und selbständige Entwicklung der Jugend unter dem Duo von Caroline Lichtenberger und Sandra Koß. Beim 10-jährigen Dirigentenjubiläum von Walter Nußko (Eschelbronn) sind mit den unvergessenen musikalischen Höhepunkten der letzten 10jahres – Saison genauso unvergessliche Höhepunkte zu erwarten. Und das gilt auch, daran ließ 1. Vorsitzender Reinhard Greulich keinen Zweifel, für das „kleine“ 85-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 2008, selbst wenn das 800-jährige Burgjubiläum die Dilsberger Kräfte fordert. Das Vereinsklima ist jedenfalls, das erwiesen in aller Kürze die Funktionswahlen der Vorstandschaft, intakt, und kann auch ausländische Kapellen wie aus Schweden 2007 zu Begeisterung und Freude hinreißen. Da konnte Ehrenvorsitzender Werner Roth nur voll des Lobes über seine Musiker sein, und auch Karl Schmitt und Wolfgang Borgmeyer vom Kulturverein Neckargemünd hatten allen Grund zu danken für die funktionierende Verbindung von „Burg zu Tal“ zwischen Dilsberg und Neckargemünd. In Reinhard Greulich, Ludwig Greulich, Annette Maurer, Caroline Lichtenberger, Sandra Koß, Joachim Hofmann, Hans-Walter Ziegler, Sigi Stefan, Otfried Mann, Günter Galgenmaier und Heinz Kreis kann sich die Trachtenkapelle auf bewährte Stützen auch in der unteren Vereinshierarchie stützen. Und mit Beate Oemler und Burkhard Zantopp verfügt die Kapelle über kundige Multiplikatore ihres Könnens in die Winkel des Landes.

Text: stw
Bilder: Ludwig Greulich